Nordische Ski-WM

Bitter! Stadlober verpasst WM-Medaille hauchdünn

Nordische Ski WM
04.03.2025 16:30
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Knapp, aber doch: Langläuferin Teresa Stadlober hat bei der Nordischen Ski-WM in Trondheim die Bronze-Medaille um läppische 2,9 Sekunden verpasst!

Die 32-jährige Salzburgerin hatte am Dienstag im Klassik-Einzelstart-Rennen über 10 km nach Zwischenführung ihre erste Medaille bei Weltmeisterschaften vor Augen, musste sich im dichten Schneefall als Vierte aber knapp der schwedischen Siegerin Ebba Andersson, Lokalmatadorin Therese Johaug (+1,3 Sekunden) und Frida Karlsson (+12,1) aus Schweden geschlagen geben.

„Bittersüß trifft es am besten“, sagte Stadlober, die am Ende 15 Sekunden hinter Andersson lag. Für das ÖSV-Ass war es das zweite Blech bei Weltmeisterschaften, vor vier Jahren in Oberstdorf hatte die Olympia-Bronzene von Peking 2022 im Skiathlon ebenfalls den undankbaren vierten Platz belegt. „In Oberstdorf war ich weit weg, heute war es knapp und ganz was anderes“, betonte sie. Die ÖSV-Langlauf-Sparte wartet damit weiter seit der Heim-WM 1999 in Ramsau auf Edelmetall.

Bestzeit nach 5,9 Kilometern
Nach 5,9 km hatte Stadlober das Rennen mit Zwischenbestzeit sogar angeführt. „Das habe ich mitbekommen. Das ist ein Wahnsinn, das habe ich sowieso noch nie gehört, dass ich im Einzel-Start mal irgendwann vor der Johaug bin“, sagte die Radstädterin mit Blick auf die 14-fache Weltmeisterin, die in Trondheim Gold zum zweiten Mal knapp verpasste. Stadlober war lange auf Medaillen-Kurs, am Ende musste sie von ihren Eltern, ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober und Ex-Langläufer Alois Stadlober, im Zielraum des Granåsen-Stadions getröstet werden.

Hier der Endstand:

(Bild: live.fis-ski.com)

Bei der letzten Zwischenzeit 800 m vor dem Ziel hatte Stadlober noch einen Vorsprung von fast acht Sekunden auf Karlsson, die Schwedin schnappte dem ÖSV-Ass mit einem starken Finish aber noch die Medaille weg. Über das Resultat sei sie „natürlich enttäuscht“ gewesen, sagte Stadlober. „Einen vierten Platz bei einer WM wünscht man sich nicht. Am Schluss habe ich einfach die Kraft nicht mehr gehabt. Aber das ist der Sport, das Leben geht weiter.“

Stadlober stolz über Leistungssteigerung
Mit ihrer Leistung war sie aber hochzufrieden. „Es war sicher eines meiner besten Klassisch-Rennen“, betonte Stadlober, zudem habe sie „Wahnsinns-Skier“ gehabt. Auch die Leistungssteigerung gegenüber dem Skiathlon über 20 km am vergangenen Sonntag, als sie nicht über den 16. Platz hinausgekommen war, mache sie „unheimlich stolz“.

Roswitha Stadlober, selbst zweimal Olympia-Vierte, war niedergeschlagen, lobte aber ein „super Rennen“ ihrer Tochter, die noch am Sonntag im Marathon über 50 km an den Start gehen wird. „Sie hat super gekämpft, aber abgerechnet wird zum Schluss. Da ist es ziemlich zach geworden und es ist sich gerade nicht ausgegangen“, sagte die 61-Jährige, die auf der Strecke als Betreuerin mitgeholfen hatte. Alois Stadlober sprach von einer „Weltklasse-Leistung“ mit einem Wermutstropfen.

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