Die sinkenden Zinsen kurbeln die Investitionslust an: Die Unternehmen im Euroraum fragen immer mehr Kredite nach. Die Nachfrage nach Krediten ist seit Juli 2023 nicht mehr so stark angestiegen wie im Jänner. Und auch Privathaushalte wollen mehr Geld von den Banken.
Die Banken in der EU haben im Jänner um zwei Prozent mehr Darlehen ausgegeben als im Jänner vergangenen Jahres, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. So stark ist die Nachfrage nach Krediten seit Juli 2023 nicht mehr gewachsen. Im Dezember 2024 betrug der Zuwachs zum Dezember des Vorjahres zum Beispiel nur 1,7 Prozent.
Auch Häuslbauer schließen sich dem Trend an: Die Privathaushalte in der EU haben im Jänner um 1,3 Prozent mehr Kredite bei ihren Banken nachgefragt als noch im Jänner 2024.
Kredite durch sinkende Zinsen attraktiver
Kredite sind in den vergangenen Monaten wieder attraktiver geworden, weil die Leitzinsen gesunken sind. Wegen der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine hat die EZB die Leitzinsen in den vergangenen Jahren deutlich angehoben. Der Einlagenzins, zu dem Banken Geld bei der EZB parken können, stieg bis auf vier Prozent. Seit Juni 2024 geht es aber wieder bergab: Seitdem hat die EZB die Zinsen bereits fünfmal gesenkt. Der Einlagensatz liegt aktuell bei 2,75 Prozent.
Darüber können sich Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer freuen: Denn wenn die Zinsen sinken, können sich Banken günstiger Geld von der EZB ausborgen. Die Banken geben diese Ersparnisse oft an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Dadurch werden Kredite dann günstiger.
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