Die zwölf Werke von Kaiser Franz Josephs Hofmaler wurden vor ihrer öffentlichen Zurschaustellung aufwendigst restauriert. Sie sind zum Teil bereits in der Residenzgalerie ausgestellt.
„Die Residenzgalerie verfügt über eine bemerkenswerte Sammlung österreichischer Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts. Anton Einsle als Hofmaler Kaiser Franz Josephs war darin bis dato nicht vertreten“, schwärmt Andrea Stockhammer, Direktorin des Domquartiers. Seit Dienstag ist das Museum im Besitz von gleich zwölf Werken des Wiener Malers.
Zu verdanken ist dieser Umstand der Mäzenin Anna Szalay. Ihr mittlerweile verstorbener Mann war ein direkter Nachkomme Anton Einsles. Über Jahrzehnte hinweg bewahrte die Familie die Gemälde mit größter Sorgfalt zuhause auf. Die Entscheidung, die wertvollen Bilder nun an die Residenzgalerie zu geben, begründet Szalay mit ihrer Überzeugung, dass „Kunst nicht im Verborgenen bleiben, sondern gesehen und erlebt“ werden solle.
Bis die Bilder in der Residenzgalerie tatsächlich vorzeigbar waren, mussten ein paar restauratorische Maßnahmen ergriffen werden. Zum Beispiel wurden Schmutz und Flecken sorgfältig entfernt. Bei zwei Bildern konnten zudem rund 40 Jahre alte Originalrahmen wiederhergestellt werden. Eine wahre Geduldsprobe: Denn die Dekorfragmente der Rahmen waren in etliche Teile zerbrochen.
Von dem Ergebnis kann man sich ab 6. Juni in der Sonderausstellung „Face to Face – Österreichische Porträtmalerei des 19. Jahrhunderts“ in der Residenzgalerie überzeugen. Bis 12. Mai sind zwei weitere Bilder der Schenkung, die Gemälde „Apostel“ und „David mit dem Haupt Goliats“, in der aktuellen Bestandspräsentation ausgestellt.
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