St. Pöltens Gemicibasi

„Für kein Geld der Welt zurück zu diesem Klub“

Sport
19.02.2025 09:00

Über fünf Monate hatte er in der Türkei kein Gehalt kassiert. St. Pöltens Neuzugang Turgay Gemicibasi blickte im Gespräch mit der „Krone“ auf seine jüngste Horror-Station bei Adanaspor zurück und verriet, welche Rolle Trainer Tugberk Tanrivermis bei seinem Wechsel spielte.    

Eigentlich war er sich ja schon mit einem anderen Klub einig. Ehe St. Pölten „hineingrätschte“, Turgay Gemicibasi bis Saisonende unter Vertrag nahm: „Ich bin nur wegen Trainer Tugbberk Tanrivermis hier. Er hat mich überzeugt.“ Offensichtlich mit guten Argumenten …

„Der Coach wollte mich unbedingt. Daher verzichtete ich auch auf viel Geld“, so der Deutsch-Türke, der sich hierzulande einst als „Achter“ bei BW Linz und später Klagenfurt einen Namen machte. „Ich wollte unbedingt zurück nach Europa, wieder Spaß am Fußball haben.“ Der kam ihm in der 2. türkischen Liga zuletzt abhanden. Was nicht nur am Abstiegskampf lag. „Für kein Geld der Welt würde ich zu Adanaspor zurück.“

Gut, würde ohnehin nicht auf seinem Konto einlangen. Gemicibasi: „Sie haben mir fünf Monate kein Gehalt gezahlt. Wir haben uns auf eine Monatsgage geeinigt, den Vertrag aufgelöst.“

Gemicibasi ist zurück
Gemicibasi ist zurück(Bild: GEPA pictures)

Hauptsache weg! „Die Menschen dort waren generell ziemlich kaputt. Meine Frau und ich haben uns dort überhaupt nicht wohlgefühlt.“ Bei seinen Stationen davor aber schon. Weswegen er die Zeit in der Türkei nicht missen will. „Ich habe für Kasimpasa und Göztepe, also zwei große türkische Klubs gespielt, es bis in die Süper Lig geschafft. Darauf bin ich sehr stolz.“
„Hier entsteht etwas“
Kann der 42-fache Bundesliga-Spieler auch sein. Zumal er 2019 noch für Ostligist Mauerwerk die Schuhe schnürte. „Nur ein Prozent aller Fußballer werden Profi.“ Auf seinem Lebenslauf will sich der 28-Jährige aber nicht ausruhen. „Ich bin im besten Alter. Wenn ich mein Feuer wiederfinde, weiß ich, dass ich noch höher spielen kann.“ Mit St. Pölten zeitnah nicht. Am Freitag wartet erst einmal die 2. Liga – beim Frühjahrsstart in Lustenau. „Hier entsteht aber was. Das Team hat eine tolle Chemie.“

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