Paukenschlag in der katholischen Kirche: Die Steiermark bekommt nach zwölf Jahren wieder einen Weihbischof. Zu Mittag vermeldete der Vatikan offiziell die überraschende Personalie: Der gebürtige Knittelfelder Johannes Freitag (52) übernimmt den Posten, der seit 2013 unbesetzt war.
Zahlreiche Namen waren zuletzt an der Gerüchtebörse gehandelt worden – doch ihn hatte niemand auf der Rechnung: Johannes Freitag wird neuer steirischer Weihbischof, der Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl künftig bei seiner täglichen Arbeit unterstützen soll. Im mittäglichen Vatikan-Bulletin wurde die Entscheidung des Papstes offiziell kommuniziert.
Johannes Freitag ist 1972 in Knittelfeld geboren und erhielt im Jahr 2000 die Priesterweihe im Grazer Dom. Seit 2023 fungiert der beliebte Geistliche und Theologe als Leiter des obersteirischen Seelsorgeraums An der Eisenstraße – in Trofaiach, Eisenerz und Vordernberg – und ist auch Militärseelsorger.
Krautwaschl neuer Erzbischof in Wien?
Bedeutet die Personalie, dass Freitag in Kürze Wilhelm Krautwaschl nachfolgen wird? Nun, man wird sehen. Der steirische „Oberhirte“ gilt nach wie vor als heißer Anwärter auf das Amt des Wiener Erzbischofs und eventuell Kardinals. Die Erzdiözese Wien wird aktuell von Administrator Josef Grünwidl geführt, ein Amt auf Zeit.
Um 14 Uhr lud Bischof Krautwaschl zu einer Pressekonferenz, um seinen neuen Kollegen vorzustellen. Dieser wartete gleich mit einer kuriosen Überraschung auf: Als ihm der Nuntius seine Ernennung zum jüngsten Bischof Österreichs mitteilen wollte, dachte er an einen Scherz von Freunden – und ignorierte prompt die Handy-Nachricht.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.