Mozartwoche

Jubel für die Uraufführung eines Wunderkindes

Salzburg
30.01.2025 19:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Der erst 16-jährige Georgier Tsotne Zedginidze präsentierte unter großem Applaus seine erste Sinfonie im Großen Saal der Stiftung Mozarteum Salzburg.

Der Dienstagabend gehörte bei der Mozartwoche in Salzburg den Wunderkindern und deren ersten Sinfonien. Neben Mozarts Erster stand die „Sinfonie Nr. 1“ des erst 16 Jahre alten Komponisten Tsotne Zedginidze auf dem Programm. Ein Werk, das unter anderem von der Stiftung Mozarteum in Auftrag gegeben wurde, und dessen Uraufführung im Großen Saal der Stiftung mit großer Begeisterung gefeiert wurde.

Bevor seine erste Sinfonie präsentiert wurde, betrat Zedginidze die Bühne allerdings erst einmal selbst und zwar in bester Begleitung seiner Förderin, der Violinistin Lisa Batiashvili, von deren Stiftung für außerordentliche musikalische Talente er unterstützt wird. Für sie komponierte er vor vier Jahren eine Violinsonate, zu der er sie selbst am Flügel begleitete. Eine impressionistisch anklingende Rhythmusstudie. Die Uraufführung seines Werkes überließ der junge Georgier dann der Camerata unter der Leitung von Francois Leleux. Was folgte, war ein langsam aufbauendes Streichermotiv, das sich durch alle Instrumentengruppen immer weiter entwickelte und sich um starke Rhythmen schlängelte, aus denen immer wieder fast jazzige Themen hervorspritzten, denen ganz entfernt Gershwin zugewinkt haben musste. Das gespannt lauschende Publikum beschloss dies mit großem Applaus.

Abseits des modernen Genusses, erwies sich vor allem Bachs Konzert für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo in c-Moll als wahre Ohrenfreude. Lisa Batiashvili und Francois Leleux tanzten darin mit Geige und Oboe festlich umeinander und ließen Bach voller Spielfreude in den buntesten Farben erstrahlen. Eingerahmt wurde das Programm von Mozarts erster und letzter Sinfonie, bei denen Leleux die Leitung der Camerata übernahm und eher einen jungen, hektischen und auf Effekt setzenden Mozart dirigierte. Das Publikum quittierte dies mit ausgelassenem Jubel.

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