Schlechte Noten ziehen runter: Expertin erklärt, was helfen kann, um Frust beim Nachwuchs zu verhindern. Und gibt Tipps für Eltern, um ihre Kinder zu unterstützen.
In wenigen Tagen ist es so weit. Mit Beginn der Semesterferien ist auch die erste Hälfte des Schuljahres für den heimischen Nachwuchs geschafft. Doch schlechte Noten im Zeugnis können bei manchen die Stimmung trüben. Wie soll man innerhalb der Familie damit umgehen?
„Viele Eltern reagieren auf schlechte Noten mit Enttäuschung und oft auch mit Wut“, sagt Claudia Toth. Die Kinder werden häufig mit Vorwürfen wie „faul“ oder „unmotiviert“ konfrontiert, weiß die Expertin.
Noten sind nur ein Aspekt. Schulische Fortschritte hervorzuheben, kann helfen, Selbstvertrauen und Lernfähigkeit zu stärken.

Claudia Toth, Lebensberaterin aus dem Industrieviertel
Bild: Monika FELLNER
Mit fatalen Folgen: Schüler, die ständig hören, dass sie faul oder unmotiviert sind, verlieren das Vertrauen in sich selbst und ihre Fähigkeiten. Die Lebensberaterin rät in solchen Situationen zu einem Perspektivwechsel: Die schulischen Fortschritte in den Fokus rücken, anstatt nur die Benotung zu sehen.
Ohne Druck Kinder stärken
„Eltern sollten erkennen, dass es oft nicht an der Fähigkeit, sondern an der Einstellung des Kindes liegt“, so Toth. Anstatt Druck aufzubauen, sollten impulsive Reaktionen vermieden, die Ängste und Sorgen der Kinder ernst genommen, schulische Erfolge hervorgehoben und gemeinsam Lösungen gesucht werden. Ohne Druck, dafür mit hilfreicher Unterstützung: „Dabei ist Nachhilfe nicht immer die beste Lösung, mentales Training kann bei Stress und Prüfungsangst helfen.“
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