Fassungslosigkeit über eine verheerende Unfallserie im obersteirischen Lachtal: Am Mittwoch verunglückte ein 50-Jähriger auf der „Piste Nr. 6“, zwei Tage später verstarb ein 66-Jähriger auf der gleichen Piste. Diese wurde umgehend einem Sicherheitscheck unterzogen.
„Als ich am Freitag den Anruf erhielt, dass schon wieder eine Suchaktion nach einem vermissten Gast läuft, konnte ich es zuerst gar nicht glauben“, sagt Lachtal-Geschäftsführer Karl Fussi sichtlich gezeichnet. Dass innerhalb von nur drei Tagen zwei Skifahrer auf ein und derselben Piste ihr Leben lassen mussten, hinterlässt auch in der Region tiefe Spuren. „Wir sind einfach alle nur fassungslos“, sagt der Obersteirer.
Das war in beiden Fällen offenbar eine Verkettung unglücklicher Umstände. Wir hatten davor viele Jahre keine derart schweren Unfälle.
Lachtal-Geschäftsführer Karl Fussi
Gute Skifahrer
Wie berichtet, ereignete sich am Mittwoch ein tragischer Skiunfall mit Todesfolge, bei dem ein 50-jähriger Niederösterreicher verstarb. Nach einer stundenlangen Suchaktion fand man den Mann leblos in einem Rinnsal neben der Piste 6. Auch jener 66-jährige Grazer, der am Freitag beim Skifahren verstarb, wurde im Bereich der Piste 6 gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann die Kontrolle über seine Skier verlor und stürzte.
„Ich bin mit meinem Pistenchef in beiden Situationen sofort an Ort und Stelle gefahren, um die betreffende Piste nach eventuellen Sicherheitslücken abzuklopfen. Aber dort gibt’s einfach nichts! Die Verhältnisse sind derzeit perfekt, die Abfahrt ist nicht besonders herausfordernd“, sagt Fussi. „Leider Gottes sind auch die besten Skifahrer nicht vor Fahrfehlern gefeit.“
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