Vier Menschen starben am 2. November 2023 beim Absturz eines Kleinflugzeugs in den Lungauer Bergen. Ein nun veröffentlichter Untersuchungsbericht benennt „Kontrollverlust im Flug“ als Ursache. Fatal: Ein Rettungssystem wurde nicht aktiviert.
Vier Menschen starben an jenem 2. November 2023, als ein Kleinflugzeug der Marke Cirrus in den bewaldeten Berghängen nahe Tamsweg zerschellte. Der Flieger war von Zagreb aus nach Salzburg unterwegs – und geriet im Lungau in einen Föhnsturm mit Nebel. „Die Insassen hatten aufgrund der hohen Aufprallkräfte keinerlei Überlebenschancen“, heißt es im 66-seitigen Bericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes.
Darin nennen die Experten die wahrscheinliche Ursache für den Absturz: „Kontrollverlust im Flug“. Mehrere Faktoren führten dazu: Einerseits war der für Alpenflüge erfahrene Pilot „für einen Flug nach Instrumentenregeln nicht berechtigt“. Andererseits wurden die Grenzen in puncto Luftfahrzeugmasse und Schwerpunkt nicht eingehalten. Wesentlich war auch das schlechte Wetter.
Insassen hätten Überlebenschance gehabt
Ein Punkt fällt im Bericht auf: Ein Rettungssystem mit einer Art Not-Fallschirm wurde nicht verwendet. „Der Unfall wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Insassen überlebbar gewesen, wenn das ballistische Gesamtrettungssystem aktiviert worden wäre.“
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