„Krone“-Kino-Kritik

„All We Imagine As Light“: Melancholisches Drama

Unterhaltung
20.12.2024 17:00

Prabha (Kani Kusruti) und Anu (Divya Prabha), Krankenschwestern in Mumbai, teilen eine Wohnung und ihre Sorgen: Prabhas Mann verschwand nach der Hochzeit nach Deutschland, Anu liebt einen Muslim – ein Skandal! Doch am Strand fällt die Last ab, und die Freundinnen erleben einen Moment befreiender Leichtigkeit ... Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu „All We Imagine As Light“, einem melancholisch-indischen Drama.

Millionen Menschen suchen in Indien ihr Glück in den Städten, um ein Auskommen zu haben. Meist haftet diesem Leben nichts Lebenswertes an. Prabha und Anu arbeiten als Krankenschwestern im Großstadtmoloch Mumbai, wo sie sich Unterkunft teilen.

„All We Imagine As Light“: Ab sofort im Kino.
„All We Imagine As Light“: Ab sofort im Kino.(Bild: Condor Distribution)
Ein melancholischer Film über weibliche Solidarität und ein besseres Leben.
Ein melancholischer Film über weibliche Solidarität und ein besseres Leben.(Bild: Condor Distribution)
Prabha und Anu sind Krankenschwestern in Mumbai.
Prabha und Anu sind Krankenschwestern in Mumbai.(Bild: Condor Distribution)

Der Mann der einen ist nach der arrangierten Hochzeit nach Deutschland entschwunden, die jüngere lebt eine verbotene Liebe mit einem Partner muslimischen Glaubens. Als die beiden Frauen eine Kollegin an einen Ort am Meer begleiten, fällt der Druck durch die Last der Konventionen endlich von ihnen ab.

Wie die indische Regisseurin Kapadia das rigide Kastenwesen und das Trennende unterschiedlicher Religionen umreißt, um anhand dreier Schicksale zu zeigen, wie weibliche Solidarität der Sehnsucht nach einem besseren Leben den Boden bereitet, gerät zur erfrischenden Ode an feminine Selbstermächtigung.

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