Die Formel 1 und das Geld – die wohl perfekte Spielwiese. Niki Lauda nahm 1972 um zwei Millionen Schilling (ca. 145.000 Euro) einen Kredit auf, um ein Cockpit bei March-Ford zu ergattern. Niki pokerte damals hoch, war bis über die Ohren in Schulden geraten. Seine riskanten Investitionen machten sich bezahlt. 1982 bezahlte McLaren dem Comebackstar ein jährliches Salär von (auf heute umgerechnet) 2,6 Mio. Euro. Damit verdiente Lauda zehnmal so viel wie ein Fußballstar in Italien oder Spanien …
Elf Jahre später erreichte Ayrton Senna mit seiner Gage eine neue Dimension: Pro Grand Prix eine Million US-Dollar! Wenn das Geld nicht bis Mittwoch vor dem Rennen in Brasilien auf dem Konto war, stieg Senna nicht in den Flieger. Michael Schumacher ist mit 1,3 Milliarden Euro Rekordverdiener in der Königsklasse, Lewis Hamilton könnte bei Ferrari 2025 bis zu 100 Millionen Euro pro Saison verdienen – so viel wie nie jemand zuvor!
Formel 1, Fußball, Tennis, Golf oder US-Sport. Die Gagen klettern in ungeahnte Höhen, umso tiefer haben die Fans in die Tasche zu greifen. Kaum noch kostenloses Live-TV, Kappen um 70, Shirts um 150 und normale Tickets um bis zu 200 Euro. Ausflüge zur Formel 1 oder zur Champions League belasten das Budget. Ein teures Luxusgut, das die Fans in Kauf nehmen. Noch! Denn die komplette Reizüberflutung könnte auch einmal nach hinten losgehen …
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