Seit der Umstellung auf Busse mit Elektroantrieb kommt es in der Kurstadt vermehrt zu Verspätungen. Denn die neuen Fahrzeuge sind länger als ihre benzinbetriebenen Vorgänger und kommen daher schwerer um so manche Kurve...
Umweltschonend und mit einem einheitlichen Tarif in der Höhe von einem Euro auch günstig: Die neue E-Bus-Flotte in Baden soll die Fahrgäste seit rund einem Monat zum Umsteigen auf die Öffis anregen. Doch in der Praxis haben die Citybusse noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen.
Schlechter um die Kurven
Der Grund ist simpel wie kurios: Weil die Fahrzeuge etwas länger als ihre benzinbetriebenen Vorgänger sind, kommen sie an manchen Stellen der Kurstadt deutlich schlechter um die Kurven. „Die Folge sind Verspätungen und ein Verkehrschaos, das auch routinierte Passagiere verzweifeln lässt“, ärgert sich SPÖ-Stadträtin Maria Wieser, die Vorsitzende des Verkehrsausschusses. Sie fordert daher eine Anpassung der Fahrpläne, die durch die Umstellung auf E-Busse unverändert blieben: „Da gehört nachgeschärft, damit die Busse, die uns 600.000 Euro pro Jahr kosten, nicht leer durch die Stadt fahren!“
Maßnahmen angekündigt
ÖVP-Bürgermeister Stefan Szirucsek und Vizebürgermeisterin Helga Krismer von den Grünen betonen, eng mit der NÖVOG und dem Busunternehmen in Kontakt zu stehen, um die Anlaufschwierigkeiten zu überwinden. So werde an Lösungen für den Wendekreis am Weikersdorfer Platz gearbeitet. Am Weilburgplatz soll die Versetzung einer Stützmauer das Wenden möglich machen. Eine wichtige behördliche Genehmigung ist dort aber noch ausständig. „Sowohl die Strecken, als auch die Haltestellen wurden im Vorfeld befahren und von einem Sachverständigen für die neuen E-Busse geprüft. Der Linienbetreiber ist verpflichtet, sich an diese behördliche Entscheidung zu halten“, heißt es aus dem Rathaus.
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