Perchtenläufe sind es, die dieser Tage quer durchs Land für unterhaltsamen Grusel sorgen. Kettenrasselnd und rutenschwingend ziehen da wilde Gesellen hinter dämonischen Masken durch die Straßen der heimischen Orte.
Gruselig auch, allerdings wenig erheiternd, ist das, was man von den Koalitionsverhandlern aus der Bundeshauptstadt so hört: Just unter Federführung jener Partei, die das Land in den vergangenen fünf Jahren in die gegenwärtige desolate Wirtschaftssituation geführt hat, der Volkspartei nämlich, soll nun eine Koalition der drei schwächeren Parteien zustande kommen, die alles anders, nämlich besser, machen soll.
EINERSEITS wäre es ungerecht, wenn man vonseiten ihrer Kritiker nun alle Koalitionsverhandler der geplanten Austro-Ampel als politische „Schiachperchten“ bezeichnen würde. Da mag es gewiss auch vernünftige Politiker geben mit klugen Ideen.
ANDERERSEITS muss dem gelernten Österreicher schon Übles schwanen, wenn er hört, dass nunmehr aufgrund des Milliardenlochs im Staatshaushalt über brutale Sparpakete, massive Steuererhöhungen und die Einstellung aller möglichen Förderungen diskutiert wird. Seine Ersparnisse und seine Kaufkraft dürften also weiter sinken.
Da wäre es vielleicht durchaus angebracht, diese sich anbahnende Regierung nicht Zuckerl-Koalition, sondern Krampus- oder Perchten-Koalition zu benennen.
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