Ob im O-Bus auf dem Weg zur Vorstellung, während der Zigarette vor der Premiere oder beim Anstehen in der WC-Schlange, mit dem Schnellcheck sind Sie in nur 2 Minuten perfekt auf den Abend vorbereitet. Die „Krone“ hat die wichtigsten Infos zu „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt.
Worum geht’s? Im Landestheater Salzburg sieht man ab 21. November 2024, dass Moral meist nur eine Frage des Preises ist. Dürrenmatts Welterfolg ist der vielleicht teuerste Rachefeldzug einer gekränkten Teenie-Mutter, die als „alte Dame“ mit einem unmoralischen Angebot im Gepäck heimkehrt.
Handlung: Claire Zachanassian kommt zurück nach Güllen, wo sie als Teenager einst von Alfred Ill geschwängert, verleugnet und samt unehelichem Kind aus der Stadt gejagt wurde. Nach ihrem schweren Start hat sich die mittlerweile „alte Dame“ immensen Reichtum erheiratet und bietet ihrer verarmten Heimatstadt einen grausamen Deal an: Gerechtigkeit (der tote Alfred) für eine Milliarde. Nach anfänglicher Ablehnung gewinnt die Gier der Bürger immer mehr Oberhand, und die Stadt versinkt in Schulden, da alle so leben, als ob sie mit einem baldigen Vermögenszuwachs rechnen könnten. Selbst Alfreds Familie lässt sich von der Konsumlust mitreißen. Trotz Entschuldigung kann er Claire nicht umstimmen, und er erkennt, dass ihm niemand mehr zur Seite steht. Er wagt einen Fluchtversuch, dem die Güllener ein schnelles Ende setzen. Schließlich liefert er sich den Bürgern aus, die seinen Tod als Herzinfarkt deklarieren. Claire zahlt und geht.
Angeberwissen für die Pause: Das Stück wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Es gibt neben einer Broadway-Inszenierung auch einen Film mit Ingrid Bergman und Anthony Quinn, der allerdings „happy“ endet.
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