Verlangt einen „Joker“

Wolff zu FIA-Chaos: „Muss aufpassen, was ich sage“

Formel 1
22.11.2024 09:13
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat nach dem starken Auftakt seines Teams in Rennwochenende in Las Vegas doch nicht nur Grund zur Freude. Als er nach der zweiten Trainingseinheit nach FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem gefragt wird, verlangt er „einen Joker“ spielen zu dürfen. 

Eigentlich war Wolff am Freitag gut gelaunt, immerhin haben die beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und George Russell mit starken Trainingsläufen überzeugen können. Doch in der Formel 1 rumort es gerade hinsichtlich der Personalie Bin Sulayem. Russell hatte sich am Donnerstag dazu geäußert, nun wurde auch sein Teamchef dazu befragt.

Doch der Österreicher hatte keine große Lust, sich der Debatte zu stellen. Zuerst verlangte er, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, einen Joker ziehen zu dürfen. Dann erklärte er: „Ich muss aufpassen, was ich sage, weil Fred Vasseur und ich im vergangenen Jahr zu den Kommissaren mussten“.

Wolff um Diplomatie bemüht
Hintergrund: Im vergangenen Jahr lösten Wolff und der Ferrari-Teamchef in Las Vegas eine Kontroverse aus, als sie sich über lose Kanaldeckel echauffiert hatten. Wolff erklärte damals, dass ohnehin niemand das erste Training anschauen würde und zog damit den Zorn der FIA auf sich.

In diesem Jahr möchte der 52-Jährige neuen Ärger wohl vermeiden, weshalb er seine Meinung zur aktuellen Unruhe, rund um den FIA-Präsidenten und die überraschende Trennung vom deutschen Renndirektor Niels Wittich, lieber zurückhält. Vielmehr gab sich Wolff ungewohnt diplomatisch: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um unser gemeinsames Produkt sorgfältig zu behandeln“, mahnte der Österreicher.

Dann legte er noch nach: „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir eine Stimme haben und sie mit der gleichen Vorsicht behandeln, und das müssen wir alle tun, denn wir hatten in den letzten Jahren einen Streit in den Medien, bei dem ein Wort gesagt wurde und ein anderes Wort als Antwort kam. Ich glaube nicht, dass wir uns auf diese Art und Weise angehen sollten.“ 

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