Belgiens Fußball-Nationaltrainer Domenico Tedesco steht nach dem fünften Spiel ohne Sieg und dem knapp vermiedenen direkten Abstieg in der Nations League in der Kritik.
„Dieses Durcheinander würde auf der ganzen Welt kritisiert werden. Mit diesem Trainer werden wir die Wende nicht mehr schaffen“, sagte etwa der ehemalige Nationalspieler Marc Degryse nach dem 0:1 gegen Israel.
Nur aufgrund der besseren Tordifferenz rettete sich Belgien in die Abstiegs-Relegation, in der man auf Österreich treffen könnte. Tedesco verwies auf die vielen Ausfälle in seiner Mannschaft, sprach von bis zu 24 Verletzten. Er sei sicher, noch der richtige Mann für den Job zu sein. „Ich bin davon überzeugt, weil ich in erster Linie das Vertrauen in mich selbst habe. Ich weiß, wie ich arbeiten muss. Ich weiß, dass ich alles für Belgien tun werde“, sagte der Deutsche, der einen Vertrag bis Sommer 2026 besitzt. Im März folgt für Belgien die Relegation: „Da werden wir da sein.“
„Negative Stimmung“ normal in Belgien
Von den vergangenen zehn Spielen verlor Belgien sechs, holte zwei Unentschieden und Siege gegen Rumänien und Israel. Tedesco verwies darauf, dass man in der Nations League viel experimentieren musste, nun aber wisse, wo man stehe. „Die negative Stimmung ist schon eine ganze Weile da. Mir wurde gesagt, das sei in Belgien normal“, sagte der 39-Jährige.
In den kommenden zwei Wochen könnte sich seine Zukunft entscheiden: Am 28. November trifft sich der Verbandsvorstand und wird dort wohl auch über Tedesco reden. Das letzte Wort dürfte jedoch der neue Sportdirektor Vincent Mannaert haben. Der Ex-Manager des FC Brügge tritt seinen Posten offiziell am 2. Dezember an.
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