Das Netzwerk von T-Mobile US ist Ziel eines umfangreichen chinesischen Hackerangriffs geworden. „T-Mobile überwacht diesen branchenweiten Angriff genau. Bisher wurden die Systeme und Daten von T-Mobile nicht signifikant beeinträchtigt, und es gibt keine Hinweise auf Auswirkungen auf Kundeninformationen“, teilte ein Sprecher dem „Wall Street Journal“ mit.
Nach Informationen der Zeitung war es den Angreifern gelungen, in mehrere Telekommunikationsunternehmen in den USA und international einzudringen. Dies berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Hacker, die mit einer chinesischen Nachrichtenagentur in Verbindung stehen, haben T-Mobile US im Rahmen einer monatelangen Kampagne infiltriert, um die Handykommunikation von hochrangigen Geheimdienstzielen auszuspionieren, berichtete das Blatt.
Es sei unklar, welche Informationen, wenn überhaupt, über die Anruf- und Kommunikationsdaten der T-Mobile-Kunden entwendet wurden, so der Bericht.
Für Strafverfolgung bestimmte Daten abgefangen
Erst am vergangenen Mittwoch hatten das FBI und die US-Cybersicherheitsbehörde CISA mitgeteilt, dass Hacker mit Verbindungen zu China Überwachungsdaten abgefangen hätten, die für amerikanische Strafverfolgungsbehörden bestimmt waren.
Anfang Oktober berichtete das „Wall Street Journal“, dass chinesische Hacker in die Netzwerke von US-Breitbandanbietern, darunter Verizon Communications, AT&T und Lumen Technologies, eingedrungen sind und Informationen aus Systemen erhalten haben, die die US-Regierung für gerichtlich genehmigte Abhörmaßnahmen verwendet.
Peking hat zuvor Behauptungen der US-Regierung und anderer zurückgewiesen, dass es Hacker eingesetzt hat, um in fremde Computersysteme einzudringen.
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