Trotzdem US-Minister?

Kennedy: Chemikalien machen Kinder zu Transgendern

Außenpolitik
16.11.2024 21:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der künftige US-Präsident Donald Trump will Robert F. Kennedy Jr. zum Gesundheitsminister machen. Der 70-Jährige war drogensüchtig, verbreitet Verschwörungstheorien, lehnt Impfungen ab und berichtete, ein Wurm fresse sein Gehirn auf (siehe Video oben) ...

Ohne eine einzige wissenschaftliche Grundlage hatte Robert F. Kennedy Jr. in der Vergangenheit behauptet, dass Impfungen zu Autismus führen würden und W-Lan Krebs verursache. Chemikalien in der Umwelt machen ihm nach Kinder zu Transgendern, sprich zu Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, als das sie auf die Welt gekommen sind.

Der designierte US-Präsident Donald Trump machte sich in der Vergangenheit öffentlich über Transpersonen lustig und kündigte an, den „Transgender-Irrsinn“ der Biden-Regierung zu beenden. Er will unter anderem ein Verbot von Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität in Schulen aufheben, das erst Anfang des Jahres eingeführt wurde.

Robert Kennedy
Robert Kennedy(Bild: AFP)
Kennedy mit Donald Trump (von links)
Kennedy mit Donald Trump (von links)(Bild: AFP)

Kampf gegen Übergewicht
In Kennedy dürfte Trump somit einen Verbündeten haben. Der Politiker kündigte darüber hinaus an, „einige unglaubliche Dinge“ zu tun, die Bevölkerung in den USA würde wieder gesund, versprach er. Seine Pläne: Fettleibigkeit in den USA bekämpfen, Lebensmittelgutscheine für Softdrinks und hoch verarbeitete Lebensmittel abschaffen sowie Diabetes-Medikamente günstiger anbieten.

Die Gesundheitsbehörden seien „Marionetten der Industrie geworden, die sie eigentlich regulieren sollen“, sagte Kennedy. Das tiefe Misstrauen gegenüber Institutionen verbindet ihn mit Trump, wobei dieser gerne Fast Food isst.

„Coronavirus ethnisch ausgerichtet“
Noch im Juli bezeichnete Kennedy, der kurzzeitig unabhängiger Präsidentschaftskandidat war, Trump als „schrecklichen Menschen“. Während der Covid-Pandemie sorgte er mit seinen Verschwörungstheorien für Aufregung und Befremden. Das Coronavirus sei „ethnisch ausgerichtet“, um Weißen und Schwarzen zu schaden, während es „aschkenasische Juden und Christen“ verschone, sagte er damals.

Im Gesundheitswesen löste die Nominierung Kennedys Entsetzen aus. Der 70-Jährige ist der Sohn des früheren Justizministers und Präsidentschaftsbewerbers Robert F.Kennedy, der 1968 erschossen wurde, und der Neffe des (1963) ermordeten Präsidenten John F.Kennedy.

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