Die größte Überraschung in den USA war, dass Trump die Wahl gewonnen hat. Die zweitgrößte Überraschung ist, dass er diese mithilfe der Latinos gewonnen hat. Wie passt das zusammen mit Trumps Kampagne gegen die Migration aus Mexiko?
Die Latinos sind die am schnellsten wachsende Volksgruppe und sie haben mit 15 Prozent die Afroamerikaner als Minderheit in den USA überholt. So nimmt der alte Scherz über „Mexikos Rache“, wonach sich der Süden einmal sein Land zurückholen werde, reale Gestalt an. Die gesamte Westhälfte der USA ist einst spanisch-mexikanisch gewesen. Heutige Städtenamen wie San Francisco oder Los Angeles zeugen davon.
Viele Latinos sind schon über Generationen in den USA. Sie haben sich eine kleine Existenz aufgebaut und sind daran interessiert, dass im Interesse ihrer Jobs die Armutsmigration gestoppt wird. Die US-Demokraten haben diesen Wandel verschlafen. Der schrullige Links-Senator Bernie Sanders (83) hat ihn erkannt: „Es kann niemanden überraschen, dass eine Partei, die die Arbeiter in Stich gelassen hat, irgendwann feststellen musste, dass die Arbeiter sie in Stich gelassen haben. Zuerst war es die weiße Arbeiterklasse, jetzt sind es auch die Latinos“.
Trump hat jetzt sozusagen als Dank den Sprecher der Latinos und Sohn von Einwanderern aus Kuba, Marco Rubio, mit dem Amt des Außenministers belohnt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.