Jahrelang waren Ermittler einer internationalen Bande auf den Fersen, die Hunderte Luxuskarossen quer durch Europa verschoben hat. Am Donnerstag musste sich ein Georgier am Landesgericht Eisenstadt verantworten.
Der Georgier, der 26 Jahre in der Ukraine lebte, dort Häuser besitzt und als Selbstständiger 20.000 Dollar im Monat verdient hat, übersiedelte zwei Tage nach Kriegsausbruch nach Spanien. Er hat Wirtschaft studiert und sagt beim Prozess in Eisenstadt: „Ich habe so etwas nicht notwendig. Ich bin unschuldig.“
In Deutschland und Tschechien zugeschlagen
Als Mitglied einer kriminellen Vereinigung soll der 43-Jährige mit Komplizen Hunderte gestohlene, veruntreute oder herausgelockte Luxusautos, ausgestattet mit falschen Nummerntafeln, quer durch Europa verschoben haben. Die meisten Vorfälle trugen sich in Deutschland und Tschechien zu. Mit vier dieser Wagen im Gesamtwert von 440.000 Euro überquerte er in Nickelsdorf nachweislich die Grenze nach Österreich, woraufhin ihn die Staatsanwaltschaft Eisenstadt per internationalem Haftbefehl zur Fahndung ausschrieb. In Spanien wurde der Mann schließlich geschnappt und ins Burgenland überstellt.
Einer von vielen Rechtfertigungsversuchen wurde vom Schöffensenat zur Kenntnis genommen: „Ein Russe bat mich, sein Auto aus der Ukraine nach Georgien zu überstellen. Er kam nicht dorthin. Also bin ich selbst damit herumgefahren, bis er sich meldet. Das war nie der Fall.“
Der Prozess wurde auf 5. Dezember vertagt. Vielleicht hebt ja der Russe bis dahin sein Handy ab.
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