Die roten Turnschuhe glänzten, als er zu einem Song von David Bowie auf die Bühne des Linzer Posthofs turnte: Andreas Vitasek begeisterte mit seinem neuen Programm „Spätlese“ und ließ sich aktuelle Seitenhiebe auf jüngste Skandale – Stichwort Dornauer-Posse – nicht nehmen. Ein toller Auftritt beim Linzer Kleinkunstfestival!
Im bis zum letzten Platz gefüllten Linzer Posthof begeisterte Andreas Vitasek gleich an zwei Abenden mit seinem neuen Programm „Spätlese“.
Er schnürte Pointen im Mantel der Melancholie und besann sich auf seine große Stärke: bitterböser Schmäh, der von seinen eigenen Erlebnissen ausgeht. Er servierte drei Themenblöcke, bot u.a. noch einmal Bewältigungspointen zur Corona-Krise an, schaute auf seine eigene Kindheit und Jugend, auf den Jesolo-Urlaub oder das Bob Dylan-Konzert.
Tagesaktuelles und Nostalgie
Begeistert vom Linzer Lokalkolorit, fehlten Spitzen Richtung LIVA-Skandal im Brucknerhaus („ein Schiff ohne Kapitän“) natürlich nicht. Und er kommentierte auch gleich die Dornauer-Posse. Tagesaktuelles und Nostalgisches passen bei Vitasek super zusammen.
Beste Satire also, die einiges auf den Punkt brachte – und das alles in neuen roten Turnschuhen. Das Linzer Kleinkunstfestival bringt noch bis Ende November topaktuelle Kabarettstars in das Kulturhaus im Hafen, mit dabei sind u.a. Benedikt Mittmannsgruber, Stefan Leonhardsberger, Gernot Kulis oder Alfred Dorfer. Vieles ist schon ausverkauft, aber nicht alles!
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