Der Wirt geht in Pension, der Greißler sperrt zu: In vielen Gemeinden in Oberösterreich ist das die Realität, das gemeinschaftliche Leben leidet darunter. Doch es gibt bereits zahlreiche Initiativen, die solche Situationen auf kreative Art und Weise meistern. Sie könnten beispielgebend für andere sein.
Von einstmals vier Wirtshäusern ist in Schenkenfelden kein einziges mehr übriggeblieben. Da beschloss man in der Mühlviertler Gemeinde, künftig ein Lokal im Gemeindehaus genossenschaftlich zu betreiben. 200 Bürger haben sich bisher beteiligt, 200.000 Euro wurden gesammelt. Damit soll der Betrieb des Lokals finanziert werden.
„Regionale Co-Modelle“
Das ist nur eines von mittlerweile vielen Beispielen, wie Gemeinden versuchen, das Ausdünnen ihres Ortskerns zu verhindern. Um zu demonstrieren, wie das gehen kann, holt das Land OÖ nun in einer Broschüre 160 Beispiele von derartigen „Regionalen Co-Modellen“ vor den Vorhang.
Begegnungszentren und Altenbetreuung
Schließlich sind nicht nur die Schenkenfeldner kreative Geister. Eine halbe Autostunde entfernt, in St. Stefan-Afiesl, betreibt ebenfalls eine Bürgergenossenschaft das Stefansplatzerl – ein Begegnungszentrum mit Wirtshaus, Café, Lebensmittelnahversorger und Veranstaltungsraum. Ähnlich ist der Ansatz in Gaflenz, wo das Lenz Geschäft, Einkaufslieferdienst, Café, Poststelle und Trafik in einem ist. In der Region Hansbergland wiederum hat der Verein „Alt na(h) und“ ein Tageszentrum zur Betreuung von älteren Menschen geschaffen.
Unterstützt werden solche Modelle vom Programm „Agenda.Zukunft“ des Landes. Geht es nach LH Thomas Stelzer (ÖVP), sollen die in der Broschüre angeführten Initiativen „Beispiele zum Nachmachen“ für andere Gemeinden sein.
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