„Der Weltspartag hat weite eine wichtige pädagogische Funktion. Heutzutage kann beinahe alles online per Mausklick bestellt, digital und auch in Raten bezahlt werden. Umso wichtiger ist es, unseren Kindern und Enkelkindern das Sparen – für schwierige Zeiten, aber auch für größere Anschaffungen – und damit auch den Wert der Dinge wieder näherzubringen und beim Sparen mit gutem Beispiel voranzugehen“, erklärt NÖ-Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko.
„Gerade der sogenannte Notgroschen, ein Finanzpolster für Notfälle, ist essenziell! Er sollte etwa drei bis fünf Monatsgehälter ausmachen und auf dem täglich fälligen Sparkonto gespart werden, von dem man im Notfall leicht Geld beheben kann“, stimmt dem HYPO NOE-Vorstand Wolfgang Viehauser zu. Bei einem Monatseinkommen von 2457 Euro brutto (Median) wäre es daher ideal, wenn der durchschnittliche Niederösterreicher zwischen 7500 Euro und rund 12.000 Euro auf dem Sparkonto hätte.
Sparziele definieren
Zielsetzungen helfen, um einen Notgroschen aufzubauen. Dazu Viehauser: „Am besten definiert man den Sparbetrag und ein Datum, bis zu dem man dieses aufgebaut haben will: Dann teilt man die Summe durch die Anzahl der Monate und legt den Betrag gleich nach Gehaltseingang zur Seite.“ Oder man setzt auf einen Dauerauftrag im Online-Banking. Anders als beim „Sparen, was am Monatsende übrig ist“ laufe man so nicht Gefahr, das Geld bis zum Monatsletzten auszugeben.
Kleine Beträge können großes bewirken
Beliebte Sparchallenges, wie alle Kupfermünzen, 2-Euro-Münzen oder 5-Euro-Scheine aus dem Wechselgeld zu sparen, sollte man dabei nicht unterschätzen, meint Viehauser: „Konsequent kleine Beträge sparen, lohnt sich! Gerade um den Weltspartag kommen immer wieder Kunden mit ihren Sparhippos zu uns und sind überrascht, welche Summen sie so gespart haben.“
Zu hohe Summen auf dem täglich fälligen Sparkonto sieht der Experte indes kritisch, denn trotz mittlerweile höheren Sparzinsen sorgt die Inflation für eine schleichende Entwertung des Sparbetrags. Viehauser: „Wenn man sich heute noch fünf neue Waschmaschinen um seinen Notgroschen kaufen könnte – in zwei, drei oder fünf Jahren kann man sich vielleicht nur mehr vier oder drei Maschinen um dieses Geld leisten. Es braucht gute Beratung, um das hart ersparte Geld bestmöglich zu veranlagen.“
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