Künstliche Intelligenz wird zum Fall für die Wettbewerbshüter in London. Die britische Kartellbehörde nimmt die Partnerschaft des US-Internetkonzerns Google mit dem KI-Entwickler Anthropic im Zuge des KI-Wettrüstens US-amerikanischer IT-Giganten genauer unter die Lupe.
Bis 19. Dezember wolle man die erste Phase der Ermittlungen abschließen, teilte die CMA am Donnerstag mit. Die Behörde hatte bereits im Juli damit begonnen, Hinweise auf mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu sammeln.
Der US-OpenAI-Rivale Anthropic hatte im vergangenen Jahr eine 500 Millionen Dollar (464 Millionen Euro) schwere Geldspritze von Google erhalten. Die Alphabet-Tochter sagte außerdem zu, weitere 1,5 Milliarden Dollar in den Entwickler der Künstlichen Intelligenz (KI) „Claude“ zu stecken.
Wettrüsten mit Microsoft
Google liefert sich im KI-Bereich ein Wettrüsten mit dem Konkurrenten Microsoft, der seinerseits groß in den ChatGPT-Entwickler OpenAI investiert hat. Beide Unternehmen buhlen mit KI-Chatrobotern um Kundschaft und weiten ihr KI-unterstütztes Angebot rasch aus.
Bei Microsoft haben KI-Funktionen in Office-Programme, Windows und die Suchmaschine Bing Einzug gehalten, vermarktet werden die Angebote als „Copilot“. Google hält mit dem KI-Werkzeug „Gemini“ dagegen, das etwa auf einer Reihe hochpreisiger Android-Handys übersetzt, Gespräche protokolliert oder Fotos manipuliert. Zuletzt stieg auch Apple in das Wettrüsten ein, die KI-Funktionen der „Apple Intelligence“ sollen aber erst 2025 in der EU starten.
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