Pädagogisch wertvoller Lesestoff für die 1300 ukrainischen Volksschüler in Niederösterreich. Mut-mach-Geschichte soll ihnen Ängste nehmen und den Bezug zur Heimat aufrecht erhalten.
Wie sich doch Geschichte wiederholt: In den 1990er-Jahren flüchteten bosnische Kinder vor dem Krieg nach NÖ. Alfred Brader hat das als Pädagoge hautnah miterlebt: „Anfangs ging es den Kindern fern der Heimat nicht gut.“ Jetzt teilen ukrainische Mädchen und Buben dieses Schicksal. „1300 Kinder aus der Ukraine besuchen Volksschulen in unserem Land“, hat Brader recherchiert. Für sie hat der ehemalige Vizebürgermeister von St. Pölten die Initiative ergriffen.
Muttersprache ist wichtig
Karin Lindtner, Kinderärztin aus Linz, hat ein berührendes Buch über „Timo“ geschrieben. Der kleine Käfer ist anders als die anderen. Und daher voller Ängste und Sorgen. Doch er findet einen Weg zu neuem Mut. Dank Braders Einsatz konnte das Buch mit Unterstützung der Emmausgemeinschaft übersetzt und nun an jedes ukrainische Volksschulkind in NÖ verteilt werden. „Die eigene Muttersprache ist für die seelische Entwicklung von Kindern in der Fremde wichtig“, weiß Pädagoge Brader. Und auch Uliana Zadvorniak, erste Botschaftssekretärin der Ukraine in Österreich, betonte bei der Präsentation in St. Pölten: „Die Muttersprache stärkt die Hoffnung der Kinder.“
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