Erschreckende Details über die Missstände in Seniorenheimen in Salzburg tauchen immer weiter auf. Beispielsweise führten falsch verbuchte Gelder dazu, dass das Kontrollamt in seinem Bericht sogar Intransparenz unterstellt.
Der Skandal um die Salzburger Seniorenhäuser weitet sich aus. Wie die „Krone“ exklusiv berichtet hat, zeigt ein Bericht des Kontrollamts massive Mängel in der wirtschaftlichen Gebarung auf. So seien etwa im Haushalt der Stadt in den Jahren 2016 und 2019 260.000 Euro an Ausgaben zu wenig abgebildet. Zudem wurden diese Ausgaben dann als Subvention bezeichnet. Das Kontrollamt stellt klar Intransparenz fest.
Weniger Personal
Wie bereits berichtet, fehlt sogar ein Sparbuch mit Einnahmen aus einer Veranstaltung. Weiters hat es beim Personal starke Verschiebungen gegeben: Waren im Jahr 2017 noch 104 Diplompflegekräfte beschäftigt, so waren es Ende 2022 nur mehr 69. Dem gegenüber steht ein Anstieg von Assistenzkräften von 281 auf 323.
„Unfassbare Zustände“
Die Kontrolle der Seniorenheime geht auf einen Antrag der Stadt-FPÖ aus dem Jahr 2018 und einen Antrag der grünen Bürgerliste von 2021 zurück. Der Stadtboss der „Blauen“, Paul Dürnberger, sagt: „Der Prüfbericht bringt unfassbare Zustände ans Tageslicht, die ein massives Versagen der zuständigen städtischen SPÖ aufzeigt.“ Am Montag soll über den Prüfbericht im Kontrollausschuss debattiert werden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.