Die Arbeitslosigkeit steigt, die Wirtschaftsflaute hält an: Die Landesregierung lud daher zu einem Gipfelgespräch nach Graz. Danach wurde vom Bund gefordert, dass die Kurzarbeit wieder stärker zum Einsatz kommen soll.
Seit bereits 19 Monaten steigt die Arbeitslosigkeit in der Steiermark, daran wird sich laut dem AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe bis weit ins nächste Jahr nichts ändern. Dazu kommt die anhaltende Rezession, die vor allem die für die Steiermark so wichtige Industrie stark trifft. Die Landesregierung lud daher am Mittwoch zu einem Gipfelgespräch in die Grazer Burg: mit Vertretern aller Landtagsparteien sowie der Interessensvertretungen und Sozialpartnern.
Wie im Vorfeld bereits angekündigt, wurde danach kein großes Maßnahmenpaket präsentiert, sondern die Problemlage erörtert. Zwei Statements der Regierungsspitze ließen aber dennoch aufhorchen: So will sich Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP) beim Bund dafür einsetzen, dass Kurzarbeit wieder stärker genutzt werden kann. Derzeit wird diese Maßnahme ja sehr restriktiv gehandhabt. Als die „Krone“ im Sommer bei Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl zu diesem Thema anfragte, gab es noch kein so klares Statement dazu.
Drexler drängt auch darauf, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Damit befindet er sich im Gleichklang mit vielen Unternehmern. Der für Finanzen zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang (SPÖ) betonte, dass das Land trotz angespannter Finanzlage auch mit weiteren Investitionen helfen will, die aktuell schwierige wirtschaftliche Situation zu überwinden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.