Vom Hochwasser verschont, aber von Rowdys verwüstet, wurde jetzt ein liebevoll gepflegtes Naturparadies im Pielachtal. Der Bürgermeister der Gemeinde Weinburg richtet sich direkt an die Täter.
„Sogar unserer Kräuterfee haben sie das Bein abgebrochen und einen Arm ausgerissen! Außerdem wurden die liebevoll gestalteten Schilder zur Bestimmung unserer raren Flora wurden herausgerissen und auch Blumentröge wurden zerstört“, schildert Weinburgs Bürgermeister Michael Strasser entsetzt. Was ihn zusätzlich maßlos ärgert: Der zuvor schöne Platz vor Melissas Kräuterhäuschen war beim Lokalaugenschein – Anrainer hatten Alarm geschlagen – von zertrümmerten Flaschen und Glassplittern übersät.
Ich appelliere an die Verursacher des Schadens am Kräutergarten sich zu melden, damit ich von der Anzeige absehen kann.
Bürgermeister Michael Strasser
„Es ist sehr schade, um das Herzblut und den Idealismus, die zuvor andere Jugendliche gemeinsam mit den Hütern des Kräutergartens in die sorgfältige Gestaltung des Naturparadieses gesteckt haben“, bedauert Strasser. Dennoch will der SPÖ-Mandatar den noch unbekannten und zur Tatzeit vermutlich betrunkenen Vandalen aus dem Ort eine Chance zur tätigen Reue geben. Sollten sich diese melden, will der Ortschef von einer Anzeige am Polizeiposten in Obergrafendorf absehen: „Kavaliersdelikt ist das, was nun im Soge der Hochwasser-Katastrophe passiert ist, keines. Denn schließlich muss die Öffentlichkeit die Folgen der angerichteten Schäden tragen.“ Und mit gewissem Verständnis: Wer habe als Jugendlicher nicht auch schon einmal Dummheiten begangen ...
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