Ein „Straßenfest“ am Freitag führt zu Verkehrsbehinderungen an der Innsbrucker Grassmayrkreuzung. Keine Untersagung seitens der Polizei, weil sie keine übermäßig große Beeinträchtigung erwartet.
Die Klimaprotestbewegung „Fridays for Future“ hat für Freitagnachmittag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein „Straßenfest“ auf der Innsbrucker Grassmayrkreuzung – einem Verkehrsknotenpunkt der Tiroler Landeshauptstadt – beantragt. Die Polizei genehmigte die Versammlung und rechnete mit „Verkehrsbehinderungen“ in dem Bereich. Es bedürfe dort „umfassender Verkehrsmaßnahmen“, weshalb Autofahrer die Blockade möglichst umfahren sollten, sagte ein Polizeisprecher zur APA am Mittwoch.
Kreuzung bis 18.30 Uhr meiden
Es gelte, den Bereich zwischen Südbahnstraße und der Grassmayrkreuzung von 13.30 bis 18.30 Uhr komplett zu meiden, erklärte Polizeisprecher Christian Viehweider. Dort werde es wohl zu größeren Verkehrsproblemen kommen: „Der Verkehr wird hier in Richtung Westen umgeleitet“, meinte der Sprecher. Am Südring gebe es für diese Umleitung zwar eine „schmalere Umleitungsstraße“, deren Belastbarkeit sich jedoch erst zeigen werde.
Der Verkehr wird hier in Richtung Westen umgeleitet.
Ein Sprecher der Polizei
Konkret finde die Versammlung auf der nördlichen Fahrbahn des Südrings in Fahrtrichtung Westen statt. Betroffen von den „Verkehrsmaßnahmen“ seien damit die Olympiastraße zwischen der Südbahnstraße und der Leopoldstraße, führte der Polizeisprecher aus. Im Bereich der Versammlung seien lediglich die beiden in Richtung Osten führenden Fahrbahnen frei.
Weder liegt das Kriterium einer wirklich großen Beeinträchtigung des Verkehrs vor, noch haben wir es mit einer verbotenen Gruppierung zu tun.
Die Polizei
Untersagung steht nicht zur Debatte
Eine Untersagung der Aktion sei nicht zur Debatte gestanden: „Weder liegt das Kriterium einer wirklich großen Beeinträchtigung des Verkehrs vor, noch haben wir es mit einer verbotenen Gruppierung zu tun.“ Auch sei im Vorfeld nicht mit Straftaten zu rechnen gewesen. Aus diesen Gründen war die „Voraussetzung für eine Untersagung schlicht nicht gegeben“, hieß es.
Klimakrise wird zur Lebensbedrohung
Die als „Straßenfest“ angekündigte Protestaktion zwei Tage vor der Nationalratswahl will laut einer Aussendung von FFF Raum für „politische Gespräche“ und „politischen Austausch“ schaffen. Als Anlass der Versammlung nannte man vor allem die „Hochwasserkatastrophe in Nieder- und Oberösterreich“. Diese habe nämlich „deutlich gezeigt, wie die Klimakrise zur Lebensbedrohung für uns alle wird“, betonte „Fridays for Future“.
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