Mehrfach sagte der angeklagte Hobby-Angler: „Entschuldigung!“ Wegen schweren Eingriffs in fremdes Jagd- und Fischereirecht setzte es sechs Monate auf Bewährung und mahnende Worte der Richterin.
Ausgerechnet im südlichen und geschützten Teil des Zeller Sees wollte der Angeklagte Fische fangen – mit einer Fischreuse, einer Art Käfig, wo Fische reinschwimmen, aber nicht mehr rauskönnen. Beim Prozess am Dienstag im Salzburger Landesgericht gab der ungarische Koch der Richterin einen Zettel: „Weil ich nicht so gut Deutsch kann“, sagte er.
Geständnis und Reue
Er erklärte sich schuldig zum Vorwurf des schweren Eingriffs in fremdes Jagd- und Fischereirecht: Die Fischreuse, die er am 3. Juli im Zeller See platzierte, sei nicht zu kommerziellen Zwecken aufgebaut worden. Sondern: „Ich wollte nur wissen, welche Fische im See sind.“
Der Hobby-Angler bat um Entschuldigung, da er seinen Job brauche, um seiner Familie helfen zu können. „Ich erkenne eine Gewerbsmäßigkeit, da es professionelle Ausrüstung war. Sie müssen sich jetzt ordentlich verhalten“, mahnte die Richterin und verhängte sechs Monate auf Bewährung, nicht rechtskräftig. Fische dürften zumindest an jenem 3. Juli keine zu Schaden gekommen sein, da er damals in flagranti erwischt wurde, und die Fische befreit wurden.
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