In Griechenland sind mit Beginn des neuen Schuljahres Handys während des Unterrichts konsequent verboten. „Das Motto lautet: Das Handy bleibt in der Schultasche“, so Bildungsminister Kyriakos Pierrakakis. Wer sich nicht daran hält, soll für einen Tag der Schule verwiesen werden.
Im Wiederholungsfall drohen mehrtägige Ausschlüsse vom Unterricht. Wer zudem seine Mitschüler oder die Lehrer ohne Erlaubnis auf Video aufnimmt, könnte im drastischsten Fall sogar komplett von der Schule verwiesen werden und müsste dann auf eine andere Schule wechseln.
Auch Regierungschef unterstützt Vorgaben
Auch der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte Mitte der Woche während einer Sitzung des Ministerrates, die vom Rundfunk übertragen wurde, den härteren Umgang mit Schülerinnen und Schülern angekündigt, die Handys im Klassenraum benutzen.
„Wir haben nicht unbedingt den Anspruch, vom ersten Moment an eine 100-prozentige Einhaltung zu gewährleisten, aber wir möchten Kindern, Eltern und Lehrern erklären, warum es wichtig ist, dass sich der Schüler in der Schule absolut für den Bildungsprozess engagiert“, sagte Mitsotakis.
Es ist das erste Mal, dass in Griechenland die Nutzung von Handys im Klassenzimmer mit harten Strafen geahndet wird. Bisher galt ein allgemeines Nutzungsverbot. Lehrerinnen und Lehrer konnten es aber nicht durchsetzen und das Handyverbot wurde gelockert - bis zum neuen Vorstoß der Regierung. Ein Sprecher der Gewerkschaft der Gymnasiallehrer (OLME) sagte im Rundfunk, es sei wichtig, die Schülerinnen und Schüler zu überzeugen, die Handys auszuschalten, und ihnen nicht nur mit Strafen zu drohen.
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