Wechselt Jonathan Tah nun zum FC Bayern München oder nicht? Nach wochenlangen Spekulationen steht fest: Der 28-jährige Innenverteidiger von Bayer Leverkusen schließt sich NICHT dem deutschen Rekordmeister an. Bayern-Sportvorstand Max Eberl erzählt die „wahre Geschichte“ rund um das Transfertheater.
„Es wurde viel geschrieben …“, beklagt Eberl bei einer Pressekonferenz am Freitag. Und es wurde hitzig. Vor rund zwei Wochen hatte sich etwa Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro zu knallharten Aussagen in Richtung des Münchner Sportvorstandes hinreißen lassen. Unter anderem meinte er: „Ich halte von Max Eberl nichts, absolut nichts!“ Wenig später folgte jedoch die Entschuldigung.
Es machte deutlich, dass das Transfer-Wirrwarr um Jonathan Tah Spuren hinterlassen hat. „Ich habe mir eigentlich geschworen, ich möchte mich gar nicht erklären müssen. Was da passiert und was da nicht passiert ist. Es ist so, dass uns Leverkusen eine Deadline gesetzt hat, uns gesagt hat: ‘Hört zu, bis dahin müsst ihr diese Summe zahlen.‘ Und ich habe Simon Rolfes (Anm. d. Red.: Leverkusen-Sportdirektor) schriftlich gesagt: ‘Simon, danke für die Deadline, danke für den Betrag, den du uns genannt hast. Wir können beides nicht erfüllen.‘ Und damit sind die Verhandlungen beendet“, schildert Eberl nun.
Das sei vor dreieinhalb Wochen gewesen. „Und das ist die wahre Geschichte, die hinter diesem Transfer steht“, betont der Verantwortliche der Bayern.
In den vergangenen Tagen habe er dann noch einmal in Leverkusen angeklopft. „Natürlich habe ich jetzt nochmal nachgefragt, falls wir einen Verkauf hätten – und nochmal Geld zur Verfügung hätten – ob wir es dann tun können. Sie hören den ganzen Konjunktiv dabei.“ Die Antwort lautete „Nein“.
Bayern holt keinen Spieler mehr
Aus Eberls Sicht geht „keiner als Verlierer raus, wenn man es hinter verschlossenen Türen macht“. Aber: „So sind jetzt alle drei Parteien in der Öffentlichkeit und jeder erklärt sich irgendwie. Jonathan gestern, Leverkusen, wir. Das ist natürlich wieder ein gefundenes Fressen.“ Die Transferperiode sei eine sehr intensive Phase, am heutigen Freitag schließt das Transferfenster in Deutschland. „Eins kann ich sagen: Wir werden keinen Spieler mehr verpflichten“, stellt Eberl klar.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.