
Mit der Rekordsumme von 835 Millionen Dollar geht Toyota als bislang größter Olympia-Sponsor in die Geschichte ein. Doch mit den 33. Olympischen Spielen von Paris 2024 legt Japans führender Automobilkonzern eine Vollbremsung hin und steigt aus: toi, toi, toi, Olympia! Trotz strengster Verschwiegenheitsklauseln bringen Medien Toyotas Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ans Licht: Die vielen Sponsormillionen seien nicht effizient zur Förderung der Athleten und des Sports verwendet worden.
Damit ist das Problem auf den Punkt gebracht: Vom Milliardenspektakel profitieren saturierte Funktionäre in aufgeblähten Organisationen, nicht aber die Athleten. Dabei hat das IOC in der letzten Periode 7,6 Milliarden Dollar mit Rechten und Sponsoren kassiert, in der aktuellen dürften es über 10 Milliarden sein.
Die besten Sportler der Welt, in deren Glanz sich Funktionäre und Sponsoren sonnen, arbeiten ihr Leben lang auf eine Medaille hin. Finanziell aber ist das nicht der Olymp. Österreichischen Olympiasiegern winkt eine Prämie von gerade mal 20.000 Euro. Anderen Ländern sind ihre Sportgrößen mehr wert: Hongkong zahlt 768.000 Dollar aus, Israel 275.000, Ungarn 154.000 und sogar die Ukraine vergoldet Olympiasieger mit 125.000 Dollar.
Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. De facto sollten wir unseren besten Sportlern auch finanziell die Ehre erweisen.
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