Siebenkampf-Ärgernis

Verena Mayr wurde um Olympia-Start betrogen!

Olympia
08.08.2024 18:50
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Es ist genauso gekommen, wie es kommen hat müssen: Verena Mayr ist, wie sich in Paris herausgestellt hat, um ihren Startplatz im Siebenkampf betrogen worden!

Hintergrund: Ekatarina Voronina aus Usbekistan hatte einen der nur 24 Startplätze für die Spiele in Paris fix. Sie nahm diesen auch offiziell an, startete aber nicht im Mehrkampf. Sie war wohl seit längerer Zeit verletzt. Damit nahm sie der Oberösterreicherin den Startplatz weg, als 25. der Rangliste wäre sie sonst in das Olympia-Feld nachgerückt …

Mehrmals hatte die „Kronen Zeitung“ geschrieben, dass es so kommen würde. Denn Voronina hatte 2024 nur einen einzigen Wettkampf bestritten – und zwar im Speerwurf am 12. Mai in Taschkent. Sonst nichts im Olympia-Jahr! Ein einziges Meeting konnte keine Grundlage für einen Olympia-Start im Siebenkampf sein.

Sie hatte sich zwar mit zwei Siebenkampf-Leistungen aus dem Vorjahr von 6056 und 6098 Punkten (plus Bonuspunkten) über die „Road to Paris“, der Qualifikations-Rangliste für die Spiele 2024, durchgesetzt. Damit lag sie in dem umstrittenen, längst nicht ausgereiften Qualifikationssystem vor Verena Mayr, die heuer als Fünfte der Hallen-WM in Glasgow und Staatsmeisterin in Götzis mit 6196 Punkten sehr starke Resultate gebracht hatte.

Ein Platz, der Mayr gehörte, blieb leer!
Große Unsportlichkeit Mayr, WM-Dritte von Doha 2019 und Olympia-Elfte von Tokio 2021, rutschte auf den 25. Platz ab und verfehlte den Olympia-Start in Paris um einen Rang. Das war schon ein Stich in ihr Herz. Noch schlimmer muss es dann gewesen sein, dass nach dem Verzicht von Voronina letztendlich nur noch 23 Siebenkämpferinnen auf der Entry List standen. Ein Platz, der Mayr gehörte, blieb leer.

Der Hintergrund ist eine große Unsportlichkeit. Schon vor Wochen hatten auch ÖLV-Funktionäre vermutet, dass Voronina nicht in Paris antreten würde. Sie wurde aber offensichtlich vom NOK von Usbekistan gemeldet, damit dieses einen Platz mehr in der Betreuer-Quote haben konnte. So viel zum olympischen Geist und zur olympischen Fairness.

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