„Begrapscht am Traktor und in der Scheune“: Schilderungen eines Urlaubermädchens (13) ließen einen Tiroler Land- und Gastwirt (57) um sein Lebenswerk bangen, denn er war des sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen angeklagt.
Auf Plattformen wie „Holidaycheck“ wird der Angeklagte von seinen Gästen in höchsten Tönen gelobt. Nun legten sich dunkle Schatten über die Existenz des 57-Jährigen.
Ein Schweizer Urlaubermädchen (13), das seit Jahren Stammgast ist, erhob schwere Vorwürfe: Vor einem Jahr soll der Land- und Gastwirt der Schülerin viel zu nahe gekommen sein. Er habe ihre Brüste entblößt, diese geküsst und geknetet und sei mit seiner Hand unter ihren Slip gefahren, lautete die Anzeige. Die Folge: Anklage und Prozess wegen sexuellen Missbrauchs Unmündiger.
Wir sind lediglich beim Heuballen pressen am Traktor gesessen und haben geredet.
Der Angeklagte
„Lediglich am Traktor gesessen und geredet“
Der Mann stellte die Schilderungen vehement in Abrede. „Wir sind lediglich beim Heuballen pressen am Traktor gesessen und haben geredet“, beteuerte er. An diesem Tag habe sie viel Persönliches erzählt, etwa über ihre Drogenerfahrungen und ihre Schwierigkeiten in der Schule.
Widersprüche in den Aussagen des Opfers
Die dunklen Wolken für den 57-Jährigen lichteten sich im Lauf des Prozesses. „Wir haben berechtigte Zweifel“, verwies der Richter auf widersprüchliche Angaben – etwa bei der Tageszeit der angeklagten Übergriffe. Auch hatte die 13-Jährige ausgesagt, danach keinen Kontakt zum Gastgeber gehabt zu haben. Nachweislich war man aber tags darauf gemeinsam reiten. Freispruch im Zweifel ...
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