63 Prozent Männer

ÖGK will mehr Frauenärztinnen mit Kassenvertrag

Politik
04.08.2024 18:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) will für mehr Frauenärztinnen mit Kassenvertrag sorgen. So soll es eigene Frauengesundheitszentren geben, in denen Gynäkologinnen mit Hebammen zusammenarbeiten, sagte ÖGK-Obmann Andreas Huss am Wochenende.

Derzeit seien nämlich 63 Prozent aller Kassenfrauenärzte Männer, nur 37 Prozent Frauen. Viele Frauen seien Wahlärztinnen und diesen wolle man jetzt bessere Arbeitsbedingungen in Primärversorgungszentren anbieten. Dafür wäre laut Huss aber eine Gesetzesänderung nötig, da diese Zentren bisher nur für Haus- und Kinderärztinnen sowie -ärzte erlaubt sind.

„Wenn man schnell ist, kann man das im Herbst beschließen und vielleicht mit 1. Jänner schon umsetzen.“

Gesundheitsministerium: ÖGK hat Möglichkeiten
Anders sieht man das im Gesundheitsministerium. In einer Stellungnahme heißt es, dass die Initiative begrüßt werde, aber die ÖGK bereits jetzt die rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten für das Vorhaben hätte. Um die Versorgung im niedergelassenen Bereich zu stärken, sind 300 Millionen jährlich vorgesehen.

„Bereits jetzt können auch Gruppenpraxen für Frauenärztinnen und Frauenärzte ausgeschrieben werden.“ Primärversorgungszentren seien „erste Anlaufstellen bei allgemeinen gesundheitsbezogenen Fragen und Anliegen“ und sollen eine medizinische Grundversorgung anbieten. Daher sollten immer Haus- und Kinderärztinnen sowie -ärzte zur Verfügung stehen. „Im Team (...) können schon jetzt Gynäkologinnen, Gynäkologen und Hebammen mitarbeiten“, teilte das Gesundheitsministerium mit.

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