Das Jubiläum „60 Jahre rote Landeshauptmänner“ wurde von der SPÖ mit einem Festakt in Bad Sauerbrunn begangen. Mehr als 800 Gäste aus dem ganzen Land nahmen daran teil.
Das Jahr 1964 brachte für das Burgenland in politischer Hinsicht einschneidende Veränderungen: Am 22. März wurde die SPÖ mit 48,23 % erstmals stimmenstärkste Partei im Land. Spitzenkandidat Hans Bögl wurde schließlich am 12. Juni als erster Sozialdemokrat zum Landeshauptmann gewählt. Die SPÖ blieb seither die Nummer 1 im Burgenland. Es folgten Theodor Kery, Hans Sipötz, Karl Stix, Hans Niessl und Hans Peter Doskozil als Landeshauptleute.
„Selbstbewusste Burgenland-Partei“
Beim Jubiläumsfest herrschte gute Stimmung: „Die burgenländische Sozialdemokratie hat sich in den vergangenen 60 Jahren zu einer selbstbewussten Burgenland-Partei entwickelt, immer mit dem Ziel, das Leben der Menschen zu verbessern“, erklärte Landeshauptmann Doskozil. Man müsse sich das Vertrauen der Bevölkerung erarbeiten, es sei nicht selbstverständlich. Das bedeute aber auch, sich mit schwierigen Themen auseinandersetzen, die Herausforderungen der Zeit anzusprechen und dafür Lösungen zu finden, so Doskozil.
Politik ist kein Selbstzweck, sondern ein Auftrag, für die Menschen da zu sein – unabhängig von den Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ)
Der frühere Verteidigungsminister und Historiker Norbert Darabos erstellte für die SPÖ eine Broschüre über die sechs Landeshauptmänner in den vergangenen 60 Jahren: „Der rote Faden bestand in der konsequenten politischen Agenda“, verwies er auf die Themen Arbeitsmarkt, Soziales, Gesundheit und Bildung.
SPÖ-Landesgeschäftsführerin Jasmin Puchwein zeigte sich in ihrer Rede motiviert, und bekräftigte, dass man den burgenländischen Weg auch weiterhin fortsetzen möchte. „Vor vier Jahren hat uns die Bevölkerung das Vertrauen geschenkt. Das ist unser Auftrag und unsere Motivation“, meinte Puchwein.
Parteizentrale wird nach Theodor Kery benannt
Beim Festakt wurde auch das Ergebnis einer im Mai durchgeführten Mitgliederbefragung präsentiert: Die Parteizentrale in Eisenstadt – bisher als Rotes Haus bekannt – wird nach Theodor Kery benannt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.