Pumpkin Records Wies

Zum Abschied gibts 41 musikalische Häppchen

Steiermark
28.06.2024 16:00

Gute Musik kennt keine Grenzen – auch zeitlich. Das südweststeirische Plattenlabel Pumpkin Records hat nun einen Sampler mit 41 Songs veröffentlicht – keiner davon ist länger als eine Minute. Mit dem Projekt feiert man auch den Abschied von Labelgründer Wolfgang Pollanz.

„Some babies were made in less than a minute”, besingt Paul & Pets die großen Dinge, die man in einer kurzen Zeit erreichen kann. Der Song in er dies tut, ist selbst kaum eine Minute lang, denn genau das ist das Konzept hinter dem Sampler „Have a Minute?“: Insgesamt 41 Songs von 41 verschiedenen Acts sind darauf zu finden, die jeweils eine Länge von einer Minute haben. Damit bleibt man bei Pumpkin seinen Indie-Wurzeln treu, findet aber trotzdem auch einen Weg in die Zukunft, die (dank TikTok und Co.) auch musikalisch immer ungeduldiger wird.

Alte Hasen und Frischlinge
Denn genau um diesen Spagat geht es auch: Es ist das 150. Album in der Geschichte des Plattenlabels Pumpkin Records, das Wolfgang Pollanz 1998 im südweststeirischen Wies gegründet hat. Und mit diesem Jubiläumsalbum zelebriert er auch auf musikalischer Ebene die Übergabe des Labels an seinen Nachfolger Gabriel Schmidt. Gemeinsam haben sie dieses Album kuratiert – und so finden sich darauf neben alten Pumpkin-Hasen auch kernölige Frischlinge.

Son of the Velvet Rat ist auch am Sampler zu finden
Son of the Velvet Rat ist auch am Sampler zu finden(Bild: Marija Kanizaj)

Gerade die Newcomer servieren auf „Have a Minute?“ erfrischendes: Billi Mpeg etwa legt mit „Pretty Lies and Ugly Truth“ einen TripHop-Banger vor, der perfekt geeignet ist, um in einer kurzen Pause abzushaken. Die Royal Diving Academy mengt ein wenig Smooth Jazz in die Indie-Mixtur. Und Selina Galka stürzt sich in „Fallin“ in eine hypnotische Spirale.

41 Mal die kürzeste Form
Aber auch die alten Hasen wissen durchaus auch in der kurzen Form zu überzeugen: Son of the Velvet Rat etwa macht einen wunderbar düsteren Spaziergang mit einem Zombie. Exit Void (mit Anja Plaschg alias Soap & Skin) wiederum zaubern mit „Exodus 03“ ein Klangkunstwerk in Miniaturform. Und auch Matthias Forenbacher, Robert Rotifer oder Ratrock Tot Sint Jans wissen in der musikalischen Kürzestform zu überzeugen.

Am Ende der 41 Songs kann man sich nur Schlusslicht Spa Mayerling anschließen, der sich in „Letzte Runde“ in wunderbar melancholischen Tönen nichts mehr wünscht als ein bisschen mehr Zeit.

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