„Krone“-Kolumnist Andreas Herzog analysiert Österreichs Start in die EURO, sah das 0:1 gegen Frankreich als „hochsolide Leistung“.
Das war eine hochsolide Leistung unseres Nationalteams, aber nicht gut genug, um trotz viel Kampfkraft und Leidenschaft gegen eines der besten Teams der Welt Zählbares mitnehmen zu können. Dazu hätten unsere Leistungsträger ihr oberstes Level erreichen müssen, wäre ein Sahnetag notwendig gewesen – den haben nur der in der Defensive überragende Kevin Danso und ein sehr starker Patrick Pentz im Tor erwischt.
Der größte Unterschied waren individuelle Qualität, Dynamik und Schnelligkeit, die Kylian Mbappe oder Ousmane Dembele in 1:1-Duellen auf engstem Raum ausspielen können.
Die Franzosen waren von Beginn an hochkonzentriert, gewarnt durch die Erfolge der Österreicher in der Ära von Ralf Rangnick, wollten in der Defensive kompakt stehen und keine Umschaltmomente zulassen – das ist ihnen die meiste Zeit gelungen. Dennoch hatte Österreich durch Christoph Baumgartner die größte Chance in der ersten Hälfte – wäre es 1:0 gestanden, hätten wir das Momentum auf unsere Seite ziehen können. Die frühen gelben Karten für Maxi Wöber und Phillipp Mwene haben es nicht leichter gemacht. Hälfte zwei hätte ich mir mehr Tiefenläufe hinter die Abwehrkette von Frankreich gewünscht.

Man hat gesehen, dass die Franzosen um einiges besser waren als jene Gegner, gegen die wir im Vorfeld der EURO gespielt haben. Nach der Pause hatten sie die eine oder andere Chance, mit dem 2:0 den Sack zuzumachen.
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