Rot-Türkiser Streit

Laufevent statt Politdebatten: Wirbel um Mandatar

Burgenland
25.05.2024 09:00

Im Burgenland liegen Rot und Türkis wieder einmal im Clinch. Der Grund: SPÖ-Klubchef Fürst übt heftige Kritik an ÖVP-Mandatar Wolf, weil er die Landtagssitzung früher verließ, um an einem Businessrun teilzunehmen.

Heiß her ging es am vergangenen Donnerstag im Landtag zwischen den Parteien. Bei den hitzigen Debatten war die Wahlkampfstimmung spürbar.

„Respektlosigkeit gegenüber Bevölkerung“
Doch nicht jeder Mandatar blieb bis zum Ende. ÖVP-Abgeordneter Christoph, der auch Bürgermeister in Hornstein ist, war ab 16 Uhr entschuldigt. Der Grund: Er nahm am Businessrun in Neufeld an der Leitha teil. SPÖ-Klubchef Roland Fürst platzt deshalb der Kragen: „Das ist an Respektlosigkeit gegenüber der Bevölkerung, aber auch gegenüber dem Landtag nicht zu überbieten.“ Laut Fürst habe Wolf außerdem auch die Landtagssitzungen davor im April und Mai geschwänzt. Er würde somit seine Gage für nichts kassieren und solle daher umgehend zurücktreten.

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Herr Wolf kassiert die Gage als Abgeordneter im Landtag und leistet dafür aber nichts. Er sollte daher umgehend zurücktreten.

SPÖ-Klubobmann Roland Fürst

Der Vorwurf kommt nicht zum ersten Mal. Bereits in der Vergangenheit kritisierte die Landes-SPÖ die mangelnde Präsenz von Wolf im Landtag. Was Fürst zudem noch stört: Wolf sei in der Sitzung am Donnerstag nicht erst um 16 Uhr gegangen, sondern bereits deutlich früher. „In meiner Fraktion würde ich ein solches Verhalten nicht tolerieren“, meint der SPÖ-Klubchef.

„Bin nicht früher gegangen“
Wolf weist die Kritik umgehend zurück: „Der ÖVP-Klub kann bestätigen, dass ich nicht früher gegangen bin.“ Außerdem würde es immer wieder passieren, dass sich Mandatare entschuldigen müssen, weil sie wegen anderer Termine an einer Sitzung nicht teilnehmen können oder diese früher verlassen müssen. Das würde in allen Fraktionen vorkommen. Er habe auch alles ordnungsgemäß bekannt gegeben.

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Es ist verwunderlich, dass Herr Fürst nichts Besseres zu tun hat, als mich zu kritisieren. Er hat genug vor der eigenen Haustüre zu kehren.

ÖVP-Mandatar Christoph Wolf

Wolf bestätigt außerdem, dass er am Businessrun in Neufeld an der Leitha teilgenommen hat: „Die Gemeinde Hornstein war dort mit einem Team vertreten, für das wir Plätze angekauft haben.“ Das habe man auch in den Jahren davor gemacht. Es sei aber verwunderlich, dass Fürst nichts Besseres zu tun habe, als ihn deswegen zu kritisieren. „Er hat genug vor seiner eigenen Haustüre zu kehren“, richtet Wolf dem SPÖ-Fraktionschef abschließend aus.

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