„Todesliste“ geführt

Schüler (15) drohte mit Amoklauf an Schule

Steiermark
21.05.2024 12:03

„Um acht Uhr geht die Schießerei los“ – diese Worte standen auf dem Zettel eines 15 Jahre alten Schülers, der einen Amoklauf in seiner oststeirischen Schule plante. Die Polizei ermittelt.

Der 15-jährige Bursche mit Migrationshintergrund dürfte sich gemobbt gefühlt haben und im Zuge dessen üble Pläne geschmiedet haben. Er drohte, Anfang Juni an einer Mittelschule in der Oststeiermark einen Amoklauf durchzuführen, wie die Polizei auf „Krone“-Anfrage bestätigt.

Schülernamen auf Liste
Dafür schrieb er einen Zettel mit dem Datum, darunter standen mehrere Schülernamen und zwei Lehrer. „Um acht Uhr geht die Schießerei los“, schrieb er darauf. Seine Aktion flog allerdings auf, aufmerksame Schüler übergaben die „Todesliste“ an den Direktor, der weitere Maßnahmen traf. Unter anderem informierte er die Polizei, welche die Ermittlungen aufnahm.

Keine Waffen gefunden
Bei der Einvernahmen gab sich der Schüler zerknirscht. Er gab an, aufgrund vom Mobbing frustriert gewesen zu sein. „Der Konsequenzen sei er sich nicht bewusst gewesen, die Tat durchzuführen, habe er nie vorgehabt“, sagt Polizeisprecher Fritz Grundnig. Bei einer freiwilligen Nachschau der Polizei wurde auch keine Waffen gefunden, betont er.

Nicht nur, dass gegen den Schüler nun die Polizei ermittelt, er wurde auch suspendiert, darf nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Die betroffenen Schüler werden von der Schulpsychologin betreut. 

Politik reagiert
Auch aus der Politik gibt es eine erste Reaktion auf den „Krone“-Bericht: „Aus unserer Sicht braucht es ein hartes Maßnahmenpaket gegen die Kriminalität in heimischen Bildungseinrichtungen. Der geplante Amoklauf muss einen steirischen Krisengipfel zum Thema ‘Gewalt an Schulen‘ zur Folge haben“, fordert etwa der steirische FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek und spricht erneut Saktionen wie Erziehungscamps an. 

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