Intimität und körperliche Liebe spielen im Leben vieler älterer Menschen eine Rolle. Warum auch nicht? Ist doch mittlerweile bekannt, dass sich sexuell aktive Männer und Frauen über viele gesundheitliche Vorteile freuen dürfen. Wir zeigen auf, warum Sie das Liebesspiel genießen sollten.
Einige Beispiele gefällig? Je nachdem, wie intensiv man zur Sache kommt, verbrennt man einige hundert Kalorien. Sex ist also ein angenehmes Fitnesstraining, nach dem man z. B. auch bei Süßigkeiten mehr „sündigen“ darf. Regelmäßiger Geschlechtsverkehr sorgt zudem für besseren Schlaf.
Intimität kann sogar Bluthochdruck senken
Hypertoniker, aufgepasst: Der Blutdruck der Liebenden profitiert ebenso. Studien der Universität Paisley, Schottland, zufolge, wird vor allem der diastolische Blutdruck (der „untere“ Wert beim Messen) durch Sex gesenkt. Forscher des New England Research Institutes haben zudem nach Langzeit-Untersuchungen mit Männern um die 50 Jahre herausgefunden, dass diese zu 45 Prozent weniger an Herzerkrankungen leiden, wenn sie regelmäßig Geschlechtsverkehr haben.
Außerdem machen die beim Liebesspiel ausgeschütteten Endorphine nicht nur glücklich, sondern lindern auch Schmerzen. Ja, sogar Gelenkbeschwerden, wie sie im Alter häufig vorkommen. Der Grund: Diese Hormone sind ähnlich wie Morphine (starke Schmerzmittel aus der Familie der Opiate) aufgebaut.
Glückliches Immunsystem
Selbst das Immunsystem profitiert, man wird also nicht so schnell krank: Wissenschafter haben herausgefunden, dass sich bei sexuell aktiven Menschen mehr Immunglobuline im Speichel befinden. Dabei handelt es sich um Eiweiße, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr fremder Substanzen wie Krankheitserreger spielen.
Körperliche Liebe trainiert die Sinne
Haben Sie schon davon gehört, dass Sex auch die Sinne älterer Menschen zu trainieren vermag? Studien zeigen etwa, dass körperliche Intimität das Sehvermögen älterer Menschen verbessern kann. Darüber hinaus fördert sie die emotionale Bindung, was wiederum das Wohlbefinden und die Zufriedenheit steigert – und somit indirekt das Sehvermögen unterstützt.
Bewegung (dazu zählt auch sexuelle Aktivität) regt die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Körpers an. Dies gilt somit genauso für das Innenohr. Ist es besser durchblutet, kann dies das Hörvermögen verbessern.
Stöhnen schärft mitunter auch das Hörvermögen, indem es die auditive Wahrnehmung stimuliert. Zudem trägt das intensive Erleben von Sinnlichkeit dazu bei, altersbedingte Hörprobleme zu mindern, indem es etwa neurologische Prozesse verbessert.
Durch den Hautkontakt werden darüber hinaus die taktile Wahrnehmung und die Empfindsamkeit der Haut gesteigert. Natürlich nimmt durch lustvolle Berührungen auch allgemein das Wohlbefinden zu.
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