So, 22. Juli 2018

"Bitte um Verzeihung"

13.10.2012 15:18

Armstrongs Ex-Teamkollege White gesteht Doping

Nach den umfassenden Enthüllungen im Skandal um Lance Armstrong hat auch sein früherer Teamkollege Matt White Doping gestanden. Der Australier räumte daraufhin am Samstag seine Posten als Sportdirektor des Rad-Teams GreenEdge und bei seinem Heimatverband. White gab zu, von 2001 bis 2003 verbotene Mittel benutzt zu haben, als er mit Armstrong für das Team US Postal fuhr.

Zuvor hatte die US-Anti-Doping-Agentur USADA umfangreiche Beweise für einen jahrelangen Dopingmissbrauch von Armstrong und seinen Rennställen vorgelegt. Eine Reihe ehemaliger Teamkollegen trat als Zeuge gegen den siebenfachen Rekordsieger der Tour de France auf. Armstrong selbst hat Doping trotz der mittlerweile erdrückenden Beweislage bisher stets bestritten.

In einer Mitteilung von White (das Bild zeigt ihn im Jahr 2010) hieß es: "Es macht mich traurig zu gestehen, dass ich Teil einer Mannschaft war, in der Doping Bestandteil der Teamstrategie war. Und ich war bei dieser Strategie mittendrin." Er bitte seine Fans, die Medien, seine Familie und Freunde um Verzeihung, schrieb der 38-Jährige. Auch bei früheren Gegnern, die bewusst auf Doping verzichteten, entschuldigte er sich. Das GreenEdge-Team begrüßte Whites Rücktritt.

Floyd Landis, einer der Kronzeugen im Verfahren gegen Armstrong, hatte White als einen der US-Postal-Fahrer genannt, die mithilfe des Blutdoping-Hormons EPO und durch Testosteron ihre Leistung gesteigert hatten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.