In der Nacht vor dem 1. Mai haben sich Unbekannte im Weitental im niederösterreichischen Bezirk Melk mit dem Maibaum der Burgruine davongemacht. Von der festlich geschmückten Fichte fehlt jede Spur.
Schon in den 1950er-Jahren hatten engagierte Wiener Pfadfinder die Ruine Streitwiesen im Bezirk Melk erworben und die erstmals 1144 urkundlich erwähnte stattliche Festung wieder instand gesetzt. Seither gilt die stattliche Festung im idyllischen Weitental auch ganz offiziell als Jugendburg, die im Sommer Mädchen und Buben als Zeltplatz und Lagerstätte dient.
Fixpunkt aller Traditionen im idyllischen Naturparadies, das sich bis ins Waldviertel zieht und einst auch den berühmten Intellektuellen und Schriftsteller Jörg Mauthe auf der nahen Mollenburg zur Heimat wurde – das Fest am 1. Mai!
Schock am 1. Mai
Doch das heurige – einem guten Zweck dienende – Brauchtumstreffen mit kulinarischer Verkostung durch die Landjugend, Tombola und vielem mehr wäre beinahe ins Wasser gefallen. Denn am Morgen des ersten Tages des Wonnemonats kam für die Veranstalter ein böses Erwachen: Unbekannte Täter hatten die bereits festlich geschmückten Fichte in der Nacht auf den ersten entwendet.
Meine Pfadfinderfreunde bemühen sich immer von Herzen den Talbewohner ein schönes Fest zu bereiten und dann passiert so etwas Trauriges ...
Georg F., langjähriger Besucher des Festes
Dass das Erklettern des Stammes dann doch noch möglich wurde, ist einem ortsansässigen Bauern zu verdanken. Er hörte von dem gemeinen Vandalenakt und half sofort. Flugs spendete der engagierte Dorfbewohner einen entrindeten Baum. Zur Freude der Hunderten Besucher aus nah und fern.
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