Drama am Manaslu

Österreicher sicher in Kathmandu angekommen

Österreich
26.09.2012 16:02
Nach dem schweren Lawinenunglück am 8.163 Meter hohen Manaslu in Nepal mit mindestens acht Toten sind die Mitglieder jener Expedition, der auch die beiden unverletzt gebliebenen Österreicher angehören, am Dienstag in Kathmandu angekommen. Sie waren vom 4.800 Meter hoch gelegenen Basiscamp in das Dorf Samagaon auf 3.500 Meter abgestiegen und schließlich in die nepalesische Hauptstadt ausgeflogen worden, wie der Veranstalter Amical Alpin mitteilte.

In Kathmandu soll schnellstmöglich die weitere Heimreise der Alpinisten organisiert werden. Auch die beiden österreichischen Alpinisten werden bereits sehnlichst in der Heimat erwartet. "Gott sei Dank ist ihm nichts passiert", sagte Ute Hochreiter, Gattin des Berg- und Skiführers Robert Hochreiter aus Dorfgastein im Pongau, am Mittwoch. 

"Er will so schnell wie möglich heim und wird wohl die nächste Maschine nehmen, die möglich ist." Psychisch sei ihm das Drama sehr nahe gegangen, schilderte sie nach einem kurzen Telefonat mit ihrem Mann. "Es ist ein Riesenglück, dass er überlebt hat", meinte sie.

Familie von FPÖ-Gemeinderat erleichtert
Die Familie von FPÖ-Gemeinderat Fritz Mayer aus Hinterstoder war sehr erleichtert, als sie erfuhr, dass Mayer das Unglück unbeschadet überlebt hat. "Wir hatten aber noch keinen Kontakt zu ihm", sagte Vater Franz Mayer. Er wisse nur, dass sein Sohn auf dem Heimweg sei. 

Der 46-Jährige habe sicher gewusst, worauf er sich bei der Expedition einlasse. "Er war auch schon auf dem Kilimandscharo, in den Anden und in Ecuador in den Bergen." "Ich nehme an, dass er morgen in Wien ankommen wird", sagte der Bruder des Überlebenden, Franz Mayer junior.

"Alle freuen sich, dass ihm nichts passiert ist"
Fritz Mayer ist in Hinterstoder als Betriebsleiter der Kläranlage bei der Gemeinde angestellt und hat zwei Kinder. "Alle freuen sich, dass ihm nichts passiert ist", sagte Bürgermeister Helmut Wallner. Hinterstoder sei ein kleiner Ort, in dem jeder jeden kenne.

Wegen seiner Steilwände und plötzlicher Wetterumschwünge wird der Mount Manaslu auch "Todesberg" genannt. Plötzlicher Sonnenschein nach Tagen mit kaltem Wetter hatte die Lawine auf dem achthöchsten Berg der Welt am Sonntag ausgelöst. Die Schneemassen begruben zwei Camps in etwa 7.000 Metern Höhe. Mindestens acht Menschen wurden getötet, zwei Franzosen und ein Kanadier werden noch vermisst. Das nepalesische Tourismusministerium veröffentlichte unterdessen eine Liste mit den Namen der Toten und Vermissten, diese ist online abrufbar.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
26.09.2012 16:02
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung