In Kathmandu soll schnellstmöglich die weitere Heimreise der Alpinisten organisiert werden. Auch die beiden österreichischen Alpinisten werden bereits sehnlichst in der Heimat erwartet. "Gott sei Dank ist ihm nichts passiert", sagte Ute Hochreiter, Gattin des Berg- und Skiführers Robert Hochreiter aus Dorfgastein im Pongau, am Mittwoch.
"Er will so schnell wie möglich heim und wird wohl die nächste Maschine nehmen, die möglich ist." Psychisch sei ihm das Drama sehr nahe gegangen, schilderte sie nach einem kurzen Telefonat mit ihrem Mann. "Es ist ein Riesenglück, dass er überlebt hat", meinte sie.
Familie von FPÖ-Gemeinderat erleichtert
Die Familie von FPÖ-Gemeinderat Fritz Mayer aus Hinterstoder war sehr erleichtert, als sie erfuhr, dass Mayer das Unglück unbeschadet überlebt hat. "Wir hatten aber noch keinen Kontakt zu ihm", sagte Vater Franz Mayer. Er wisse nur, dass sein Sohn auf dem Heimweg sei.
Der 46-Jährige habe sicher gewusst, worauf er sich bei der Expedition einlasse. "Er war auch schon auf dem Kilimandscharo, in den Anden und in Ecuador in den Bergen." "Ich nehme an, dass er morgen in Wien ankommen wird", sagte der Bruder des Überlebenden, Franz Mayer junior.
"Alle freuen sich, dass ihm nichts passiert ist"
Fritz Mayer ist in Hinterstoder als Betriebsleiter der Kläranlage bei der Gemeinde angestellt und hat zwei Kinder. "Alle freuen sich, dass ihm nichts passiert ist", sagte Bürgermeister Helmut Wallner. Hinterstoder sei ein kleiner Ort, in dem jeder jeden kenne.
Wegen seiner Steilwände und plötzlicher Wetterumschwünge wird der Mount Manaslu auch "Todesberg" genannt. Plötzlicher Sonnenschein nach Tagen mit kaltem Wetter hatte die Lawine auf dem achthöchsten Berg der Welt am Sonntag ausgelöst. Die Schneemassen begruben zwei Camps in etwa 7.000 Metern Höhe. Mindestens acht Menschen wurden getötet, zwei Franzosen und ein Kanadier werden noch vermisst. Das nepalesische Tourismusministerium veröffentlichte unterdessen eine Liste mit den Namen der Toten und Vermissten, diese ist online abrufbar.
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