Radfahren boomt, doch in den vergangenen Jahren bremsten Lieferengpässe den Bike-Nachschub. Wie sieht die Lage aktuell aus? Tiroler Händler berichten über die Rückkehr der Normalität und sprechen über aktuelle Trends.
Niemand mag mehr an Corona denken, doch beim Bike-Angebot war das Virus ein Spielverderber. Gleichzeitig war die Nachfrage enorm. „Einmal ist der Rahmen vorhanden, aber die Schaltung oder der Akku waren nicht da – einmal war es umgekehrt“, skizzierte Martin Eder, Verkaufsleiter für E-Bikes von Scott, die nervige Zeit.
„Der Lagerbestand ist ausreichend“
Nun ist die Branche optimistisch, dass an frühere Tiroler Verkaufszahlen (rund 50.000 Räder jährlich) angeknüpft werden kann. „Der Lagerbestand ist ausreichend und die Preise sind wieder dort, wo sie hingehören“, umreißt Hans-Peter Gratt, Chef von Inn-Bike in Kufstein, die Lage. Es gebe gerade bei E-Bikes viele interessante Angebote, mit 4000 Euro sei man gut dabei.
„70 Prozent E-Bikes, aber andere Trends spürbar“
„Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die Zeit noch selten so gut war, um ein Rad zu kaufen.“ Gratt hat in Kufstein, Ebbs und in der Schweiz rund 2000 Bikes im Bestand. Nach wie vor würden zu 70 Prozent E-Bikes gekauft. Aber auch andere Trends seien spürbar – etwa zu Gravelbikes (Hybrid zwischen Rennrad und Crossrad) oder zu Lastenrädern.
Rennräder verkaufen wir das gesamte Jahr über.
Tom Siller
Ortswechsel nach Wattens, wo sich Tom Siller einen Namen in der Szene gemacht hat (Firma Bike Point). Auch er sieht die Liefersituation nun entspannt, ergänzt aber: „Voll sind die Lager vor allem mit Rädern, die weniger gewollt werden. Die gängigen Modelle sind weiterhin nicht im Überfluss vorhanden und das Nachbestellen ist teilweise schwierig.“ Derzeit seien Spontankäufe aufgrund des warmen Frühlings zu bemerken. „Rennräder verkaufen wir hingegen das gesamte Jahr über.“ Einen Boom gebe es bei den Jobrädern, immer mehr Firmen würden auf diese Variante setzen.
Welcher Akku passt?
Bei Akkus für E-Bikes ist die Leistungsspanne inzwischen groß: Sportlichen Fahrern, die nur bei Steigungen Unterstützung wollen, genügt ein derzeit gängiger 320-Watt-Akku bzw. 360-Watt-Akku. Dies macht diese Light-E-Bikes leichter (ab 19 Kilo). Am anderen Ende der Skala stehen 750-Watt-Akkus, die für längere Tagestouren ausreichen. Für alle Wadln ist das Passende dabei, das Zweirad boomt weiterhin!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.