Da war jemand ganz schön geladen. Nach dem Sieg von Manchester City im FA-Cup machte Cheftrainer Pep Guardiola seinem Ärger Luft. Nicht über den Aufstieg ins Finale, sondern über den Spielplan. Dieser sei nicht weniger als „unmöglich, inakzeptabel und nicht normal“.
Was den Spanier konkret so sehr in Rage versetzte? Der Umstand, dass sein Team am Mittwoch in der Champions League spielen musste – 12 Minuten lang plus Elfmeterschießen – und am Samstag schon wieder. „Das ist inakzeptabel, es ist nicht normal, das geht nicht“, schäumte Guardiola im Interview mit BBC. Es gehe „um die Gesundheit der Spieler“. Er habe viel darüber nachgedacht, könne es sich aber nicht erklären, warum seine Mannschaft am Samstag und nicht am Sonntag spielen dürfte. „Dann hätten wir einen Tag mehr für die Regeneration.“
„Die haben uns zerstört“
Einen wirklichen Ausweg sehe er aber auch nicht. Zumal ab der kommenden Saison noch mehr Champions-League-Spiele auf dem Programm stehen. Keine rosigen Aussichten. Erst recht, wenn er die potenzielle Zukunft mit Ereignissen aus der Vergangenheit abgleicht: „Ich habe viel nachgedacht. Ich erinnere mich, dass wir vor zwei Saisonen am Mittwoch gegen Dortmund spielten – und am Samstag Liverpool. Zur Halbzeit lagen sie mit 3:0 vorne. Sie haben uns zerstört.“
Dabei konnte in den 90 Minuten vor (!) Peps Wutanfall eh keine Rede von Zerstörung seines Teams sein. Im Gegenteil: Manchester City fehlt nur noch ein Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung im englischen FA Cup. Das Pep-Team gewann das Halbfinale im Londoner Wembley-Stadion gegen Chelsea durch ein Tor von Bernardo Silva in der 84. Minute mit 1:0.
Die am Mittwoch aus der Champions League ausgeschiedene Mannschaft trifft im Endspiel entweder auf den Zweitligisten Coventry oder Stadtrivale Manchester United, die sich am Sonntag gegenüberstehen.
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