Norwegen plant eine Revolution im Ski-Weltcup. Ein Vorhaben, das Deutschlands Ski-Legende Maria Höfl-Riesch begrüßt, doch sie warnt vor einem Worst-Case-Szenario.
Unter dem Motto „Change the Course“ haben der norwegische Skiverband „Skiforbundet“ und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ein neues Konzept entwickelt, mit dem sie den Skisport insgesamt nachhaltiger machen wollen und damit dessen Zukunft sichern wollen. Nach Vorstellung der Norweger soll der Weltcup künftig in vier verschiedene Blöcke aufgeteilt werden. Diese orientieren sich an der geografischen Lage der Weltcup-Orte. Der Weltcup-Auftakt fände nicht mehr in Sölden statt, sondern Ende November in den USA.
„Ja, es wäre sicher sinnvoll, den Kalender so zu gestalten, dass einige Reisen verkürzt oder sogar vermieden werden können. Dies würde nicht nur der Nachhaltigkeit dienen, sondern wäre auch im Sinne der Athleten, was Regenerationszeiten und Trainingsmöglichkeiten betrifft“, sagt Maria Höfl-Riesch gegenüber „Merkur.de“. „Auf jeden Fall sollten alle USA-Rennen zusammenhängend sein, damit man nicht zweimal die weite Flugreise mit Zeitumstellung, Materialtransport etc. auf sich nehmen muss. Entweder zu Beginn oder zum Ende der Saison.“
„Das wird immer Glückssache sein“
Dennoch betont die 39-Jährige: „Wann die besseren bzw. sichereren Schneebedingungen sind, wird immer Glückssache sein – sowohl in den USA als auch in Europa.“ Und es gibt eine Warnung: „Nachteil wäre, dass im Falle von Schneemangel in einer bestimmten Region dann viele Rennen auf einmal gefährdet wären bzw. verlegt oder abgesagt werden müssten.“
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