Schon vor 120 Jahren waren die ersten Hobbyforscher im Raum Eggenburg auf den Spuren der Urahnen unterwegs. Diese hatten sich Röhren gegraben und in diesen Erdställen möglicherweise Zuflucht vor Feinden gefunden. Eine Sonderschau im Krahuletz-Museum tastet sich nun in dunkle Gänge.
„Vieles liegt noch im Dunkeln und wir wissen trotz intensivster Forschungen nicht wirklich, warum sich unsere Vorfahren gerade hier so tief in die Unterwelt vorgewagt hatten. Wir beleuchten die Pioniere von anno dazumal“, schildert der engagierte Chef des Krahuletz-Museums, Mag. Gerhard Dafert.
Besucher können ab sofort in die Welt des legendären „Höhlenpfarrers“ Lambert Karner (1841–1909) eintauchen. Dokumentiert wurden des Priesters Exkursionen in das unterirdische Niederösterreich von Emil Wrbata, einem Pionier der frühen Magnesiumblitzlichtfotografie. Dessen Bilder bilden den Rahmen der Sonderschau – und dort taucht auch ein gewisser Eugen Frischauf, der Mitbegründer der Krahuletz -Gesellschaft, auf.
Virtuelle Tour
Den spannenden Bogen in die Gegenwart schlagen der Arbeitskreis für Erdstallforschung und sein Vorsitzender Otto Cichocki. Zuletzt war er mit Michael Weissl vom Institut für Geologie der Uni Wien durch die engen Gänge eines Eggenburger Erdstalls gekrochen, ganz wie seinerzeit Karner und Frischauf. Mit dabei: nicht die Blitzlichtkamera, sondern modernstes Equipment, das es erlaubte, den Erdstall im 3-D-Modell zu dokumentieren. Die dadurch ermöglichte virtuelle Führung des Ausgräbers läuft in einer Medienstation. Also: Auf in diese geheimnisvoll Welt!
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