Für die zahlreichen Augenzeugen, die gerade auf den Beginn der Freiluft-Opernaufführung von "Andre Chenier" warteten, sah es ganz so aus, als würde der Paragleiter in den Bodensee stürzen und ertrinken. Sofort alarmierten sie die Einsatzkräfte, und die rückten auch gleich aus: Drei Patrouillen mit insgesamt sechs Polizisten sowie die Wasserrettung mit zwei Mann und einem Boot rasten zum Unglücksort – fanden dort aber niemanden.
Kein Wunder, denn der 23-Jährige war - wie sich später herausstellte - nicht wirklich abgestürzt. Er war zwar im Wasser gelandet, an der vermeintlichen Absturzstelle hatte aber ein Freund samt Taucherausrüstung gewartet, um den Piloten von seinem Schirm zu befreien. Sicherheitsleute von der Seebühne erwischten schließlich den nassen "Friedensengel" und seinen Froschmann.
Und wieso das Ganze? Das Weltverbesserer-Duo wollte die "Botschaft von Liebe, Licht und Frieden" unter die ihrer Ansicht nach traurige Menschheit bringen - und erhielt als Dank dafür jetzt zwei Anzeigen. Verletzt wurden die beiden bei ihrer Friedensmission nicht.
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